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Friedensverhandlungen in Nahost vor dem Aus




11.03.2010 08:27 Politik

Palästinenserpräsident Abbas will infolge der jüngsten Siedlungspläne nun offenbar doch keine indirekten Friedensgespräche mit der Regierung in Jerusalem führen

Schlechte Stimmung bei einem Treffen von arabischen Gesandten im Gebäude der arabischen Liga in Kairo. Die Ankündigung von Israel, weitere 1600 Wohnungen in besetzten Gebieten zu bauen, sorgt für Unverständnis und Empörung.Unter den derzeitigen Umständen sei die palästinesische Seite nicht zu Verhandlungen bereit, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa, nach dem Treffen:"Es reicht nicht, dass Israel nur verurteilt wird. Das ist zwar richtig, bringt aber die Parteien nicht an den Verhandlungstisch. Solange die Siedlungen weiter ausgebaut werden und sie weitere Häuser im besetzen Teil von Jerusalem bauen, gibt es keine Verhandlungen"Mussa berief sich auf ein Telefongespräch mit Palästinenser-Präsident Abbas. Die Sondierungsgespräche zwischen Palästinensern und Israelis seien bereits unterbrochen worden.Eine offizielle Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.Die Friedensbemühungen von US-Vizepräsident Biden und dem US-Gesandten Mitchell stehen damit aber unter einem ungünstigen Stern. Seit Wochen bemühen sich die Amerikaner darum, Israels und Palästinenser dazu zu bewegen, die seit Dezember 2008 ausgesetzten Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen.




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