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Zahlreiche Tote bei Anschlagserie auf Christen in Nigeria
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In Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einer ganzen Reihe von Anschlägen auf Kirchen Dutzende Menschen getötet worden.
Tote, Verletzte und Chaos:In Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einer ganzen Reihe von Anschlägen auf Kirchen Dutzende Menschen getötet worden.Allein bei einem Bombenattentat auf eine katholische Kirche in einem Vorort der Hauptstadt Abuja seien mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit.Der Sprengsatz wurde während des Gottesdienstes gezündet. Zu der Anschlagsserie bekannte sich die Islamistengruppe Boko Haram. In einer bei der Presse eingegangenen Stellungnahme erklärte der Sprecher der Islamisten, die Gruppe habe die Anschläge verübt.Ein Sprecher des Katastrophenschutzes Nema sagte, er könne noch keine genauen Opferzahlen nach dem Anschlag bei Abuja nennen. Augenzeugen berichteten, die Kirche Sankt Theresa in Madala, einem Vorort von Abuja, sei voll besetzt gewesen.Einigen Berichten zufolge hat sich die Explosion in der Kirche ereignet, andere vermuteten den Sprengsatz dagegen außerhalb des Gebäudes. Durch die Wucht der Detonation seien in der Umgebung Fensterscheiben zu Bruch gegangen.Wenige Stunden nach dieser Explosion detonierte in Gadaka im Nordosten des Landes ein Sprengsatz. Auch hier war eine Kirche das Ziel. Anwohner berichteten, viele Menschen seien verletzt worden. In Jos im Zentrum Nigerias wurde ebenfalls eine Kirche angegriffen. Dabei wurde ein Polizist verletzt. Und in Damaturu im Norden des Landes berichteten Anwohner von zwei Detonationen. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Damit wurden insgesamt fünf Attentate verübt.Der Vatikan verurteilte die Anschläge und sprach von blinder Gewalt, die den Hass zwischen den Glaubensgemeinschaften in Nigeria schüre. Die Bevölkerung in dem ölreichen Land ist zur Hälfte islamischen und zur Hälfte christlichen Glaubens.In den vergangenen Monaten wurde Boko Haram für eine Reihe von Überfällen und Anschlägen auf Christen in Nigeria verantwortlich gemacht. Im August hatte sich die Gruppe zu einem Selbstmordanschlag auf das UN-Quartier bekannt, bei dem 23 Menschen getötet und 76 verletzt worden waren. Seitdem gehen die nigerianischen Sicherheitskräfte verstärkt gegen die Islamisten vor. Am Samstag waren bei Kämpfen zwischen Armee und Anhängern von Boko Haram mindestens 68 Menschen im Norden des Landes getötet worden.


