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Junge Designer erobern Berlin
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Bei der Fashion Week sorgte am Donnerstag das Label Augustin Teboul für Aufsehen. Am Vorabend hatte bereits Lala Berlin die Herbst/Winterkollektion 2012/13 vorgestellt.
Sie ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Leyla Piedayesh hat ihr Modelabel Lala Berlin zu einem international bekannten Unternehmen gemacht. Auf der Fashion Week in Berlin präsentierte die persischstämmige Designerin ihre Kollektion für die nächste Herbst/Wintersaison.Inspiriert wurde Piedayesh nach eigenen Worten von dem Film "Quadrophenia", der Mod-Hymne aus dem Jahr 1979. Und so finden sich armeegrüne Parkas auf dem Laufsteg wieder, kombiniert mit Röcken und Kleidern mit Falkenprint. Ein orientalisches Motiv, genau wie die teils überdimensionierten PLO-Muster auf Röcken, Hosen und Pullovern, auch hier lassen die 70er Jahre grüßen. Das Spiel mit den Gegensätzen wird bei Lala Berlin ganz bewusst betrieben. So trifft maskulin auf feminin, Strick und derber Parkastoff werden mit Seide kombiniert.Fleißig gemixt wird auch bei diesen beiden jungen Designerinnen. Odélie Teboul aus Frankreich und ihre deutsche Kollegin Annelie Augustin sehen ihre Kreationen als Kombination von Haute-Couture und Pret-a-Porter.O-ton Teboul ("Fast alles, was wir zeigen, ist Handarbeit. Viel Stickerei, Strick, Leder. Die Kollektion ist sehr weiblich, aber gleichzeitig auch sehr Rock'n'roll. Und alles ist schwarz.")O-ton Augustin ("("Also, wir sind ja ein sehr junges Label, das ist jetzt unsere dritte Kollektion. Und was uns gerade einfach sehr wichtig ist, ist unsere eigene Handschrift zu etablieren und nicht jede Saison versuchen, was völlig Neues zu machen, so dass die Leute auch erkennen, was eigentlich Augustin Teboul ist.")Und an diesem Donnerstag ist es vor allem eins: aufsehenerregend. Das gilt nicht nur für die Kreationen selbst, sondern fängt schon bei der Location an. Die Modemacherinnen haben die KOW-Galerie in Berlin gewählt. Ein Gebäude, das auf den ersten Blick an eine Lagerhalle erinnert und einen gewissen morbiden Charme verströmt. Bei der eigentlichen Show bewegten sich dann nicht die Models, sondern die Betrachter durch den mit weißem Rauch unterlegten Raum. Was sie zu sehen bekommen, anspruchvolle, sexy Mode mit Liebe zum Detail.


