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Wintersport-und Freizeitausrüster uvex setzt auf ältere Mitarbeiter
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Das mittelständische Unternehmen aus Fürth will etwas gegen Altersdiskriminierung unternehmen, im eigenen Interesse.
Die 55-jährige Gabriele Hartig arbeitet als Laborantin in der Entwicklungsabteilung von "uvex" in Fürth bei Nürnberg.Das mittelständische Unternehmen stellt Wintersport- und Freizeitartikel wie Skibrillen und Helme her.Im Labor neben den Produktionshallen wird über neue und besseren Zusammensetzungen der Produkte nachgedacht.Obwohl Hartig ihre Arbeit Spaß macht, würde sie gerne früher in Rente gehen als vom Gesetzgeber geplant.Doch aus finanziellen Gründen geht das nicht:"Ich würde gern früher gehen, aber ich kann es mir nicht leisten die Abschläge einzusehen. Ich bin ein bisschen auch zwiegespalten. Die Abschläge würde ich einsehen bis Erreichen der vorgesehenen Regelrentenzeit, aber nicht darüber hinaus, dass ich die lebenslänglich hätte. Das stellt für mich ein großes Problem dar."Glück hat Gabriele Hartig allerdings bei der Wahl ihres Arbeitgebers. Die Firmenleitung von "uvex" will etwas gegen Altersdiskriminierung unternehmen. Ältere Mitarbeiter werden nicht nur länger beschäftigt, sondern auch neu eingestellt und fortgebildet. Knapp ein Drittel der Mitarbeiter bei uvex zählt zu der Gruppe 50 Plus. uvex-Personalleiter Johann Engelmann setzt auf altersgemischte Teams, um den richtigen Mix aus junger Innovation und lenkender Erfahrung der Älteren zu erreichen. Damit die Älteren fit bleiben, gibt es neben Fortbildungen auch mehr Freizeit:"Ganz wichtig ist das Thema Arbeitszeit. Flexibilisierung der Arbeitszeit, um eben auch den Wunsch der älteren Arbeitnehmer, häufig in Verbindung mit dem Thema Pflege von Angehörigen, entgegen zu kommen. Das tun wir. Wir unterstützen ältere Mitarbeiter in dem Fall bei uns ab 58 mit zwei zusätzlichen freien Tagen pro Monat."Aus Sicht des Unternehmens ist das eine Investition in die eigene Zukunft. Denn die Mitarbeiter der Belegschaften in Deutschland werden nicht nur immer älter. Auf der anderen Seite gibt es auch immer weniger Nachwuchs. Der demografische Wandel ist längst bei den Betrieben angekommen. Hinzu kommt die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67.Sollten andere Unternehmen dem Beispiel von uvex folgen, hätten mehr ältere Arbeitnehmer möglicherweise eine Chance tatsächlich so lange zu arbeiten.


