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Arabische Liga stoppt Einsatz in Syrien
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Die Lage habe sich dramatisch verschlechtert, begründete der Staatenbund seine Entscheidung. Unterdessen gibt es nach Angaben der syrischen Opposition weitere Tote bei Kämpfen um Vororte von Damaskus.
Schüsse zum Mittagsgebet. Dieses Amateurvideo soll aus der syrischen Stadt Erbeen stammen. Am Samstag wurde es im Internet veröffentlicht, zu hören sind darauf auch Geräusche von Explosionen, die sich in Kafr Batna, nahe Damaskus ereignet haben sollen. Unabhängig zu überprüfen sind die Aufnahmen nicht, doch das die Gewalt in Syrien unaufhörlich weitergeht, davon ist auch die Arabische Liga überzeugt. Sie unterbrach am Samstag den Einsatz ihrer Beobachter. Die Lage habe sich dramatisch verschlechtert, begründete der Staatenbund seine Entscheidung. Das syrische Staatsfernsehen meldete den Rückzug der Beobachter als Eilmeldung während des laufenden Programms. Syrien sei überrascht und enttäuscht, hieß es. Die Regierung in Damaskus wertet den Rückzug als Versuch, den Druck auf den UN-Sicherheitsrat zu erhöhen und darüber eine Intervention des Auslands zu ermöglichen.Das Staatsfernsehen zeigte zudem Bilder von Anschlägen, die sich am Freitag in der Hauptstadt Damaskus ereignet haben sollen. Ein zehnjähriger Junge sei dabei ums Leben gekommen, elf weitere Menschen seien verletzt worden. Die Baath-Partei von Syriens Präsident Assad machte Oppositionelle für die Gewalt verantwortlich. Diese wiesen die Vorwürfe zurück und sprachen ihrerseits von neuen Angriffen durch Assads Truppen. Nach Angaben der Opposition kamen mindestens fünf Zivilisten am Sonntag ums Leben. Die Regierung in Damaskus geht seit fast einem Jahr gegen Demonstranten vor. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen vom Dezember sind mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen. Die syrische Führung spricht von 2000 Toten, bei denen es sich vor allem um Angehörige der Sicherheitskräfte handeln soll.


