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Razzia im Bundespräsidialamt



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29.01.2012 15:06 Politik

Ermittler haben das Büro des Wulff-Vertrauten Glaeseker durchsucht. SPD-Chef Sigmar Gabriel sprach von einem Tiefpunkt der demokratischen Kultur in Deutschland.

In der Korruptionsaffäre um den ehemaligen Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff haben Ermittler das frühere Dienstzimmer von Olaf Glaeseker im Präsidialamt durchsucht. Das Gebäude, das unweit vom Schloss Bellevue liegt, wurde nach einem Beschluss des Amtsgerichts Hannover bereits am Donnerstag durchsucht. Es gebe einen "qualifizierten Tatverdacht" gegen Glaeseker, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover am Sonntag.Gegen den engen Wulff-Vertrauten wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt. Glaeseker soll dienstliche und private Belange miteinander vermischt haben und sich wirtschaftliche Vorteile verschafft haben. Wulff selbst steht seit Wochen wegen einer Kredit- und Medienaffäre in der Kritik. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte am Sonntag am Rande der SPD-Klausurtagung in Potsdam, CDU und FDP hätten versucht, sich das Land Niedersachsen zur Beute zu machen.O-ton Gabriel ("Man kann sich schwer vorstellen, dass das alles ohne Wissen des Ministerpräsidenten der CDU, Herrn Wulff gelaufen ist und dass er nun in all diesen Wochen nicht die Chance ergriffen hat, Klarheit dort hinein zu bringen, sondern dass nötig ist, dass Staatsanwaltschaften Durchsuchungsbeschlüsse für das Bundespräsidialamt fassen, das ist schon ein Tiefpunkt in der demokratischen und politischen Kultur unsers Landes. -Schnittbild- Die SPD kann den Rücktritt von Herrn Wulff nicht durchsetzen, das können nur die, die ihn gewählt haben und das waren CDU/CSU und FDP und leider scheinen diese Gruppierungen nicht bereit zu sein, ihren Fehler zu korrigieren.")Trotz der anhaltenden Vorwürfe stellte sich die Kanzlerin am Wochenende erneut hinter das Staatsoberhaupt. In einem Interview der "Bild am Sonntag" sagte Merkel, der Bundespräsident werde viele weitere Akzente für Deutschland Land und das Zusammenleben dort setzen.



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