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Schlecker-Erben sollen Drogeriekette fortführen



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30.01.2012 15:26 Wirtschaft

Insolvenzverwalter Geiwitz sagte, er stehe der Familienlösung positiv gegenüber. Die Schlecker-Lieferanten ebneten unterdessen den Weg für eine Weiterführung des Betriebs.

Nach der Pleite des Drogerieunternehmers Anton Schlecker sollen seine Kinder dessen Handelsunternehmen retten. Die Erben Meike und Lars Schlecker könnten nach Zustimmung der Gläubiger ein entschuldetes Nachfolgeunternehmen leiten, sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Montag im schwäbischen Ehingen. Zahlreiche Unternehmen hätten die weitere Belieferung der Handelskette zugesichert, sagte Geiwitz.O-ton Geiwitz ("Wir gehen davon aus, dass dies dann auch noch vollständig mit so gut wie allen Lieferanten erfolgen kann. An der Stelle möchte ich sagen, dass die Lieferanten selbst, die Industrie bei allen Gesprächen, die ich persönlich führen durfte, mir sehr stark zu verstehen gaben, dass die Industrie ein großes Interesse an dem Fortbestand der Drogeriemarktkette Schlecker hat.")Meike Schlecker sagte, sie wollten so viele Arbeitsplätze wie möglich retten. Sie betonte, das komplette Vermögen des Unternehmens und der Familie sei aufgezehrt. Die Erbin trat Gerüchten entgegen, die Familie habe Geld zur Seite geschafft.O-ton Meike Schlecker ("Das Vermögen meines Vaters war immer das Unternehmen. Er hat es auch stets abgelehnt, immer die Rechtsform zu ändern und in beschränkte Haftung zu gehen. Er hätte das jederzeit machen können. Wir hatten nie Banken drin. Er hätte das von heute auf morgen machen können in den letzten zwanzig Jahren. Er hat es nie gemacht und nie für nötig gehalten. Er sah sich immer in der vollen Verantwortung als Unternehmer.")Die gut 32.000 betroffenen Mitarbeiter in Deutschland erhalten laut Geiwitz ihre Gehälter pünktlich bis März aus dem Insolvenzgeld. Auch die 6000 Vermieter der Filialen würden zunächst weiter ihr Geld bekommen. Nach Angaben des Schlecker Finanzchefs Sami Sagur werden jedoch einige hundert unprofitable Filialen geschlossen.



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