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Börsenfusion verboten
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Eine Entscheidung, zwei unterschiedliche Meinungen: EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia gegen Frankfurter-Börse-Chef Reto Francioni.
Eine Entscheidung, zwei unterschiedliche Meinungen. Zunächst EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, dann Frankfurter-Börse-Chef Reto Francioni.O-ton Almunia:"Wenn die Fusion erlaubt gewesen wäre, dann wäre ein Quasi-Monopol im weltweiten Börsenhandel mit europäischen Finanzderivaten entstanden, in dem die beiden Unternehmen mehr als 90 Prozent des globalen Marktes kontrollieren. In Übereinstimmung mit unseren Regeln zur Fusionskontrolle soll mit dem Verbot die europäische Wirtschaft vor den perversen Effekten des Zusammenschlusses geschützt werden. Die Fusion hätte effektiven Wettbewerb verhindert, die Folgen für die Konsumenten wären gravierend gewesen. Unternehmen, die auf Finanzinstrumente zugreifen wollen, hätten durch die Fusion deutliche Nachteile, außerdem hätte die gesamte europäische Wirtschaft Schaden davon getragen."O-ton Francioni:"Die Entscheidung der EU basiert auf einer realitätsfremd verengten Marktdefinition, die in keiner Weise der globalen Natur des Wettbewerbs im Derivatemarkt entspricht... Frankfurt auf Augenhöhe mit dem Finanzplatz New York, als eine von zwei Hauptverwaltungen der größten Börsenorganisation der Welt, so hätte die Bedeutung von Frankfurt in der Welt aussehen sollen."


