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Werben um China



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01.02.2012 14:42 Politik

Auf ihrem am Mittwoch beginnenden China-Besuch wird die Bundeskanzlerin von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet. Nur wenige Tage nach dem EU-Gipfel will Angela Merkel während der viertägigen Reise auch um Vertrauen in die europäische Währungsunion werben.

Angela Merkel bei ihrem letzten China-Besuch im Juli 2010. Auch auf ihrer am Mittwoch beginnenden, viertägigen China-Reise wird die Bundeskanzlerin den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao treffen. Merkel hat angekündigt, sie wolle die Beziehungen zwischen beiden Ländern auf eine breitere Basis stellen. So sollen unter anderem auch die Menschenrechte auf der Agenda stehen. Zudem will Merkel China nach Angaben aus Regierungskreisen zur Verringerung seiner Öl-Importe aus dem Iran bewegen.Dennoch, im Mittelpunkt der Kanzlerinnen-Reise ins Reich der Mitte - mit einer großen Wirtschaftsdelegation im Schlepptau - stehen ökonomische Fragen. Denn in Peking und auf der zweiten Station in die Provinz Guangdong findet im Grunde ein Treffen der Wachstums-Lokomotiven und Haupt-Exportnationen der Welt statt.Trotz des erwarteten schwachen Wachstums in diesem Jahr gilt Deutschland immer mehr als zentrales ökonomisches Kraftzentrumin Europa. Chinas Wachstum wird vom Internationalen Währungsfonds für 2012 auf über acht Prozent geschätzt - und stützt vor allem die deutsche Wirtschaft. Denn hierzulande schließt sich die Schere zwischen den boomenden Ein- und Ausfuhren immer mehr.Das wachsende wirtschaftliche Gewicht Chinas setzt sich zudem Jahr für Jahr verstärkt in politische Macht um. Merkel wird in Peking deshalb auch Gespräche mit Finanzinvestoren führen. Denn China gilt mit seinen riesigen Währungsreserven als Schlüsselland für die dauerhafte Stabilisierung der Euro-Zone.O-TON ÖKONOM LIN:"China sollte sicherlich auch mit Deutschland zusammenarbeiten, um zu Stabilität und Wachstum in den Gegenden der Euro-Zone beizutragen", sagt Justin Lin, Chef-Ökonom der Weltbank. "Denn der europäische Markt ist der größte Export-Markt für die Chinesen."Allerdings wird ein chinesisches Engagement nicht umsonst sein. Chinas Führung hat bereits klar gemacht, dass sie ihre finanziellen Ressourcen statt für Staatsanleihen lieber für den Kauf europäischer Technologie und Infrastruktur einsetzen möchte.



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