"Ins Berufsbild investieren"

150 Pflegekräfte verliert der Sanitätsbetrieb jährlich

Mittwoch, 22. Juni 2022 | 14:57 Uhr

Bozen – Die regionale Krankenpfleger-Gewerkschaft “Nursing up” schlägt Alarm. Zwischen 2017 und 2020 seien dem Sanitätsbetrieb in Südtirol jährlich etwa 150 Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger abhanden gekommen – durch Pensionierung und Kündigung. Die Verluste konnten zwar ausgeglichen werden, allerdings bleibe das neu angestellte Personal oftmals nur für einen überschaubaren Zeitraum.

Laut Alto Adige online ist Massimo Ribetto, von der Gewerkschaft damit nicht zufrieden. Man müsse auch vonseiten der Politik an mehr Stabilität interessiert sein. Pflege sei dann gut, wenn das Personal Erfahrung habe. So würde die Qualität leiden.

Für Ribetto ist klar: “Die Politik muss uns anhören und den Wert des Berufsbildes erkennen. Dem Personal müsse ein geeigneter Vertrag zugestanden werden.” Auch müssten die Verbesserungen des nationalen Kollektivvertrags hierzulande angewandt werden. Man müsse in die Pflege und das Berufsbild investieren, um ein “Ausbluten” zu verhindern, so der Gewerkschafter.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz