Für vier Verdächtige klickten die Handschellen

17 Diebstähle von Traktoren geklärt

Donnerstag, 04. April 2019 | 10:20 Uhr

Niederösterreichische und Tiroler Kriminalisten haben 17 Diebstähle von Traktoren in den beiden Bundesländern geklärt. Vier Beschuldigte sind nach Angaben vom Donnerstag in Haft. Der ihnen angelastete Schaden beträgt mehr als eine Million Euro, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich.

Zu den 17 vollendeten Diebstählen kam noch ein Versuch. Drei der Zugmaschinen wurden in Österreich, drei weitere in Rumänien sichergestellt. Bei den Beschuldigten handelt es um rumänische Staatsbürger im Alter von 22, 23, 24 und 32 Jahren. Der älteste der Männer soll mit dem Verkaufserlös die mutmaßlichen Komplizen entlohnt und selbst Grundstücke ebenso wie Immobilien in der Heimat erworben haben, so die Ermittler.

Ein im Juli 2018 in Niederösterreich gestohlener Traktor wurde in Rumänien auf dem Grund des 32-Jährigen sichergestellt. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Tirol stellte sich in der Folge heraus, dass es Gemeinsamkeiten mit Diebstählen von Zugmaschinen in dem westlichen Bundesland gab.

Die Festnahme der letztlich vier Beschuldigten erfolgte eine Woche vor Weihnachten durch Beamte der Polizeiinspektion Nickelsdorf. Das Quartett war der Polizei zufolge in einem Auto unterwegs, in dem sich auch Werkzeug fand, das nicht nur für Diebstähle, sondern auch zur Veränderung der Fahrzeugidentifikationsnummer bzw. des Typenschildes, zur Anfertigung von ge- bzw. verfälschten Fahrzeugdokumenten sowie Frachtpapieren diente.

Der 32-Jährige wurde aufgrund einer bestehenden Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck, die drei weiteren Personen wurden wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Die Beschuldigten waren in der Folge geständig, von März bis Dezember 2018 Traktorendiebstähle in unterschiedlichen Konstellationen begangen zu haben. Beteiligt gewesen sein soll zudem ein 27-jähriger rumänischer Staatsbürger, gegen den ein europäischer Haftbefehl erlassen wurde.

Die gestohlenen Traktoren wurden in Waldstücken zwischengebunkert. Dort sollen die Beschuldigten die Zugmaschinen u.a. gereinigt, Fahrgestellnummern verändert und verfälschte Typenschilder angebracht haben.

Von: apa