Neue Todesfälle in Wien und im Burgenland

2.388 Coronavirus-Fälle in Österreich – Drei neue Todesfälle

Freitag, 20. März 2020 | 21:11 Uhr

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen ist auch am Freitag nach oben gegangen. Mit Stand von 14.30 Uhr waren laut Gesundheitsministerium 2.388 Fälle positiv getestet. Die meisten Betroffenen vermeldete Tirol mit 508 gefolgt von OÖ mit 421. Coronavirus-Todesfälle gibt es bisher elf – zuletzt verstarben zwei Männer in Wien und wurde der erste Todesfall im Burgenland gemeldet.

Wie Andreas Huber, Sprecher des medizinischen Krisenstabes der Stadt Wien, am Freitagnachmittag mitteilte, handelt es sich bei den verstorbenen Wienern um zwei Männer im Alter von 93 bzw. 76 Jahren, die beide bereits in schlechtem Allgemeinzustand waren. Sie befanden sich bereits seit einigen Tagen in Krankenhäusern, wo sie nun auch verstorben sind.

Der Todesfall im Burgenland betrifft einen 73-jährigen Mann, der im Krankenhaus Oberpullendorf verstorben ist. Das teilte der Koordinationsstab Coronavirus des Landes Burgenland am Freitag der APA mit. Der Mann habe auch an Vorerkrankungen gelitten, sagte ein Sprecher.

Zuvor waren auch aus Niederösterreich zwei weitere Coronavirus-Todesfälle gemeldet worden. Ein Mann war im Universitätsklinikum St. Pölten in der Nacht auf Freitag gestorben. Ebenfalls am Freitag war eine 96-Jährige im Landesklinikum Melk gestorben. Diese Todesfälle aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland erhöhten die am Nachmittag genannte Zahl von bundesweit sechs Corona-Todesopfern auf elf.

Insgesamt stiegen die Infektionen in Österreich im Vergleich zu Donnerstag um 355 Betroffene an. Fälle nach Bundesländern: Burgenland (33), Kärnten (71), Niederösterreich (355), Oberösterreich (421), Salzburg (167), Steiermark (340), Tirol (508), Vorarlberg (197), Wien (296). Als genesen gelten neun Personen.

Obwohl die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen in Österreich weiter ansteigt, zeigen die drastischen Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung erste Erfolge. Laut einer neuen Berechnung mit den Simulationsmodellen der Technischen Universität (TU) Wien verdoppelt sich die Fallzahl nun nicht mehr alle zwei bis zweieinhalb, sondern alle vier bis sechs Tage.

“Die meisten Menschen in Österreich haben sich zum Glück an die Empfehlungen gehalten und die Anzahl der zwischenmenschlichen Kontakte reduziert. Somit ist genau das eingetreten, was wir für diesen Fall vor einer Woche vorherberechnet hatten: Die Zahl der Covid-19-Fälle steigt zwar noch, aber der tägliche prozentuelle Anstieg hat sich reduziert. Wir sind auf einem guten Weg”, sagte der Teamleiter Niki Popper von der TU Wien und vom TU-Spin-Off dwh.

Von: apa