Weltwetterorganisation: Um ein Haar alle bisherigen Rekorde gebrochen

2020 landete weltweit unter drei heißesten Jahren

Donnerstag, 14. Januar 2021 | 17:00 Uhr

Das Corona-Jahr 2020 war eines der drei heißesten Jahre seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Weltwetterorganisation (WMO) bestätigte in Genf am Donnerstag Prognosen von Dezember. Um ein Haar hätte 2020 alle bisherigen Rekorde gebrochen, berichtete die WMO. Nur das natürlich vorkommende kühlende Wetterphänomen La Nina habe ganz am Ende des Jahres für leichte Abkühlung gesorgt.

Die globale Durchschnittstemperatur betrug 14,9 Grad, 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau (1850 bis 1900), bei einer Fehlermarge von 0,1 Grad. Die drei heißesten Jahre waren damit 2016, 2019 und 2020. Nominell sei 2016 wärmer gewesen, sagte WMO-Sprecherin Clare Nullis. Betrachte man die Fehlermarge, sei es aber praktisch kaum möglich, zwischen den drei Jahren zu unterscheiden. Die WMO verweist darauf, dass 2016 durch ein starkes Wetterphänomen El Nino gekennzeichnet war, das im Gegensatz zu La Nina einen wärmenden Effekt hat.

“Wir sind auf dem Weg zu einer katastrophalen Erwärmung von drei bis fünf Grad in diesem Jahrhundert”, sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. “Frieden mit der Natur zu schließen ist die Hauptaufgabe im 21. Jahrhundert.”

El Nino (spanisch, “Der Knabe” oder “Das Christkind”) und La Nina (“Das Mädchen”) treten alle paar Jahre auf. Bei El Nino flauen die tropischen Passatwinde ab und das schwächt den üblichen Auftrieb von kühlerem Wasser vor der Westküste Südamerikas. La Nina folgt meist auf El Nino und geht mit stärkeren Passatwinden einher, die für kühleres Oberflächenwasser vor der Küste Perus sorgen. Beide Phänomene haben praktisch weltweite Auswirkungen, darunter je nach Region Dürren und heftige Regenfälle.

Von: APA/dpa

Kommentare

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9 Kommentare auf "2020 landete weltweit unter drei heißesten Jahren"


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planB
planB
Grünschnabel
7 Tage 21 h

Die aktuelle Kälte treibt den Klimawandelschreiern sicherlich Schweißperlen auf die Stirn.

DontbealooserbeaSchmuser
7 Tage 16 h

Interressant wäre ein Temperaturdurchschnitt von Südtirol.
Im letzte Jahr gab es keine große Hitzewelle, die Temperaturen waren gemäßigt und stabil.

falschauer
7 Tage 16 h

falls du es nicht wissen solltest auch diese wetterkapriolen sind klimawandelbedingt, spanien und süditalien ersticken im schnee

DontbealooserbeaSchmuser
6 Tage 2 h

@falschauer wenn du das ganze Jahr gemäßigte Temperaturen haben willst, solltest du nach Irrland ziehen.
Wetterkapriolen gibt es schon länger als uns Menschen.

ArminiusGermanicus
ArminiusGermanicus
Grünschnabel
7 Tage 19 h

……….und Gott sprach

Macht Euch die Erde Untertan!

Von kaputt machen hat er nix gesagt.

ArminiusGermanicus
ArminiusGermanicus
Grünschnabel
7 Tage 18 h

.
Lieber Schweiß auf der Stirn
als Kalt im Hirn.

falschauer
7 Tage 16 h

@ArminiusGermanicus… sehr treffender kommentar

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
7 Tage 17 h

Naja das Jahr 2020 war kühler als sonst. Vorallem die Nächte waren kühler. Seit keine Flieger mehr eine Abgasdecke ober Südtirol legen hat sich das Klima normalisiert. Laut NASA wir das Maunderminimum aktiv von 2020 bis 2053. Es wird kühler.

Trina1
Trina1
Superredner
7 Tage 17 h

2021 hot schun heiss ungfongen 😷

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