Corona-Patient auf der Intensivstation

21.695 neue Infektionen in Deutschland gemeldet

Samstag, 28. November 2020 | 17:35 Uhr

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.695 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden übermittelt. Das meldete das RKI am frühen Samstagmorgen. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl bei 22.964 gelegen. In Großbritannien wurden mehr als 1.300 Menschen ein falsches positives Corona-Testergebnis ausgestellt. In einigen europäischen Ländern wie Frankreich oder Italien werden bereits Lockerungen der strengen Corona-Maßnahmen angegangen.

Der Höchststand in Deutschland war am Freitag vor einer Woche (20.11.) mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages zudem 379 neue Todesfälle. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Sars-CoV-2 Infektion gestorben sind, stieg auf insgesamt 15.965.

In Großbritannien ist mehr als 1.300 Menschen fälschlicherweise ein positives Corona-Testergebnis ausgestellt worden. Es habe Probleme mit den verwendeten Chemikalien gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Die Betroffenen würden benachrichtigt und sollten sich einem weiteren Test unterziehen.

Es ist nicht die erste Panne des britischen Test- und Nachverfolgungssystems: Im Oktober waren Tausende positive Fälle zunächst nicht in die Statistik eingegangen, da sie nicht korrekt in eine Excel-Tabelle übertragen worden waren.

Mittlerweile zählt Großbritannien mehr als 1,5 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Bei mehr als 72.000 Todesfällen ist Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt.

In Frankreich sind am Samstag erste Lockerungen der strengen Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Alle Geschäfte durften unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Nach vierwöchigen strikten Ausgangsbeschränkungen dürfen die Menschen zudem ihre Häuser wieder länger für Spaziergänge oder Sport im Freien verlassen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Dienstag in einer Fernsehansprache die Wiedereröffnung von Geschäften und Gotteshäusern unter Hygiene-Auflagen erlaubt. Die Ausbreitung des Virus sei “gebremst”, sagte er.

Auch mehrere weitere EU-Länder kündigten für die Adventzeit Lockerungen an. In Italien dürfen sich die Einwohner der Regionen Lombardei, Piemont und Kalabrien zwischen 5.00 und 22.00 Uhr wieder frei in ihren Gemeinden bewegen. Einkaufszentren dürfen wieder öffnen. Als “rote Zonen” gelten weiterhin das Aostatal, die Provinz Bozen, die Toskana, die Abruzzen und Kampanien. Dort dürfen die Menschen ihr Zuhause nur unter bestimmten Voraussetzungen verlassen.

In Italien sank die Zahl der am Coronavirus infizierten Personen und der Neuansteckungen am Samstag wieder. 686 an oder mit Corona Verstorbene wurden gemeldet, am Vortag waren es 827, teilte das Gesundheitsministerium mit. Somit starben seit Beginn der Pandemie am 20. Februar 54.363 Personen mit oder am Coronavirus. Die Zahl der registrierten Neuansteckungen sank von 28.352 auf 24.214. Innerhalb von 24 Stunden wurden 225.940 Tests durchgeführt.

Auch die irische Regierung will vor Weihnachten die Auflagen für mehr Unternehmen und Einrichtungen lockern. Ab 1. Dezember dürfen Geschäfte, Museen, Galerien und Büchereien unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen.

In Belgien dürfen ab dem 1. Dezember die Geschäfte ebenfalls wieder öffnen, wie Regierungschef Alexander De Croo in einer Rede ankündigte. “Die Situation in unserem Land verbessert sich”, sagte er. Der Teil-Lockdown gelte jedoch weiterhin.

Bisher wurden europaweit mehr als 17,6 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus registriert. In Europa wurde am Samstag die Marke von 400.000 Corona-Toten überschritten. Der Kontinent ist nach Lateinamerika am zweitstärksten von der Corona-Pandemie betroffen.

Von: APA/dpa