Schlammlawinen in West Virginia

24 Fluttote im Osten der USA – Waldbrände im Westen

Sonntag, 26. Juni 2016 | 15:20 Uhr

Nach den schweren Überschwemmungen im US-Bundesstaat West Virginia ist die Zahl der Todesopfer auf 24 gestiegen. Dies meldete der Sender CNN unter Berufung auf die Behörden. US-Präsident Barack Obama erklärte die betroffene Region zum Katastrophengebiet. Damit können mehrere Verwaltungsbezirke Bundeshilfe erhalten. In Kalifornien dehnten sich unterdessen die Waldbrände weiter aus.

In West-Virginia hatte es seit Mittwoch ungewöhnlich heftig geregnet. Die Wassermassen rissen Menschen mit sich und spülten Häuser fort. Erdrutsche und Schlammlawinen unterbrachen Straßen und Schienenstrecken. Fast 500 Menschen saßen seit Donnerstag mehr als 24 Stunden in einem Einkaufszentrum in Elkview nordöstlich der Hauptstadt Charleston fest, weil das Hochwasser eine Zufahrtsbrücke zerstört hatte. Der Katastrophenschutz legte zur Rettung der Eingeschlossenen eine provisorische Schotterstraße an, die laut CNN am Freitagabend fertiggestellt wurde.

In einem Telefongespräch sagte Obama dem Gouverneur von West Virginia, Earl Ray Tomblin, schnelle Unterstützung zu. Seit Samstag gingen die Fluten zurück. Die Behörden warnten aber vor den Gefahren, die weiterhin von Trümmern, zerrissenen Stromleitungen und umgestürzten Bäumen ausgingen. Bis Montag würden keine neuen Niederschläge erwartet, meldete CNN.

Derweil waren im kalifornischen Lake Isabella mehr als 1.100 Brandbekämpfer im Einsatz, um die sich auf mehr als 14.000 Hektar ausbreitenden Flammen einzudämmen. Das Feuer war am Donnerstag ausgebrochen. Zwei Menschen kamen ums Leben. Drei Feuerwehrleute wurden wegen Rauchvergiftungen behandelt. Mindestens 150 Häuser in dem rund 175 Kilometer nördlich von Los Angeles gelegen Brandgebiet wurden zerstört und 75 beschädigt. Es ist nicht das einzige Feuer, das derzeit in Kalifornien wütet. Der Bundesstaat wird von Dürren geplagt.

Von: apa