Tatort war ein Mehrparteienhaus im Ortszentrum

46-Jährige in OÖ wegen bevorstehender Scheidung erstochen

Montag, 05. März 2018 | 15:43 Uhr

Ein 44-jähriger Kroate steht im Verdacht, seine ebenfalls aus Kroatien stammende 46-jährige Ehefrau Montagfrüh in Bad Schallerbach (Bezirk Grieskirchen) in Oberösterreich erstochen zu haben. Das Motiv der Bluttat: die bevorstehende Scheidung. Das teilte die Landespolizeidirektion am Nachmittag mit.

Das Opfer war vor rund einem Jahr nach Österreich gezogen, um hier zu arbeiten. Die Frau lebte seit dem vergangenen Dezember allein in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Bad Schallerbach. Der Ehemann und die zwei Kinder des Paares, eine 18-jährige Tochter und ein 13-jähriger Sohn, blieben in Kroatien.

Für die Nacht auf Montag kam der 44-Jährige zu seiner Frau nach Bad Schallerbach. Kurz vor 6.00 Uhr hörten die Nachbarn Hilferufe der 46-Jährigen. Sie alarmierten die Polizei. Als die Beamten eintrafen, öffnete der Ehemann bereitwillig die Wohnungstür. Die Leiche der Frau wies mehrere Stiche auf. Die mutmaßliche Tatwaffe – ein Küchenmesser – wurde sichergestellt.

Der 44-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen. Der Ehemann, zu dessen Vernehmung wegen seiner lückenhaften Deutschkenntnisse ein Dolmetscher geholt werden musste, legte bei der Polizei ein Geständnis ab. Demnach ging es in dem für seine Frau tödlichen Streit um die Trennung des Paares.

Die zuständige Staatsanwaltschaft Wels hat eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache festzustellen sowie die Angaben des Verdächtigen zum Tathergang zu überprüfen. Der Mann wird nach Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Bei den Sicherheitsbehörden war er bisher nicht amtsbekannt.

Von: apa