Auf Intensivstation aufgenommenes Themenbild

52-Jährige beendete in Wiener Spital Leben ihres Partners

Sonntag, 08. April 2018 | 14:40 Uhr

Eine 52-jährige Frau hat laut Landespolizeidirektion am vergangenen Donnerstag in einem Wiener Krankenhaus das Leben ihres moribunden Lebensgefährten (laut jüngsten Angaben der Polizei waren die beiden nicht verheiratet) beendet. Der 70-Jährige war am 1. April auf die Intensivstation des Spitals gekommen, wo sich sein Zustand verschlechterte. Er musste künstlich beatmet werden.

Die Frau soll bei ihrem Abschiedsbesuch die Schläuche aus dem Beatmungsgerät gezogen haben. Das Spital hatte die 52-Jährige telefonisch verständigt, weil die Ärzte davon ausgingen, dass der Mann nur mehr wenige Stunden zu leben hatte. Wie Polizeisprecherin Irina Steirer am Sonntag mitteilte, hatte sich der Mann von einer Nierentransplantation nicht mehr erholt. Er musste wiederholt spitalsärztlich behandelt worden. Bei seinem letzten Krankenhausaufenthalt erlitt er einen Atemstillstand.

Wie Steirer berichtete, war der Mann mehrere Jahre mit einer um 18 Jahre jüngeren Frühpensionistin liiert. Die beiden lebten jedoch in getrennten Wohnungen. Seine Partnerin wollte ihm offenbar einen längeren, quälenden Todeskampf ersparen. Als außer den beiden niemand mehr im Krankenzimmer war, soll sie die lebenserhaltenden Maßnahmen beendet haben. Danach verließ sie das Spital. Sie wurde noch am selben Abend festgenommen – das Krankenhaus hatte die Polizei verständigt.

Die Landespolizeidirektion geht von Mordverdacht aus. Die 52-Jährige befindet sich allerdings wieder auf freiem Fuß. Sie wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien nach ihrer Beschuldigteneinvernahme am Samstag enthaftet. Die Frau soll zum Zeitpunkt der Tat alkoholisiert gewesen sein.

Von: apa

Kommentare

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17 Kommentare auf "52-Jährige beendete in Wiener Spital Leben ihres Partners"


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Sag mal
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Universalgelehrter
14 Tage 4 h

die Frau soll nicht bestraft werden.

WM
WM
Universalgelehrter
13 Tage 17 h

Gute Ehefrau hat ihr versprechen gehalten troz gefahr angeklagt zu werden sowas nenne ich ware liebe ♥️♥️♥️♥️

Waltraud
Waltraud
Superredner
13 Tage 8 h

Sag mal

So denke ich auch. Keine einfache Entscheidung.

Orschgeige
Orschgeige
Tratscher
14 Tage 1 h

Höchste Zeit das Thema aktive Sterbehilfe positiv zu regeln. All den scheinheiligen Pharisäern die jetzt aufschreien, wünsche ich, dass sie sich selbst irgend wann in einer solchen Situation befinden sollen.

Staenkerer
13 Tage 19 h

des isch a zweischneidiges schwert:
man wünscht an lieben menschen der unheilbar kronk isch und und leidet, und den niemand mehr helfn konn, man selber am wienigsten, das er einschlofn dorf, man wünscht sich sogor dabei helfn zu kennen,
und wenn es nor vorbei isch, grübelt man noch ob man schun olles, wirklich olles, getun hot sein lebn zu rettn, ober ob man mehr oder eppas onderes no unternehmen gekennt hat!
es braucht long bis man den gedonkn ob derschüttelt

hubert
hubert
Grünschnabel
14 Tage 2 h

wemman sein friedn hom will noa sollman ihn a krign tat is gleiche in der situation

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
13 Tage 23 h

dazu braucht es viel Mut letztendlich über Leben u.Tod zu entscheiden.Den Schlauch entfernen od.die Entscheidung für keine lebensverlängenden Massnahmen ist ein Unterschied.Für das 2.könnt ich mich bereit fühlen wenn der Betreffende das so gewünscht hatt.

maria zwei
maria zwei
Superredner
14 Tage 2 h

Irgendwie kann ich das verstehen. Ich glaube dass man jetzt eine Patientenverfügung unterschreiben kann wenn man im Ernstfall keine lebensverlängernden Massnahmen wünscht. Ich wünsche dieser Frau alles Gute.

der Vinschger
der Vinschger
Superredner
13 Tage 18 h

Ja kann man unterschreiben und festlegen, dass man z.B. jegliche künstliche Beatmung usw ablehnt

Waltraud
Waltraud
Superredner
13 Tage 8 h

@der Vinschger

Eine Patientenverfügung aufstellen und notariell beglaubigen lassen. Dann ist man auf der sicheren Seite.

Freiheit
Freiheit
Neuling
14 Tage 3 h

Juristisch wäre es Mord, Mal schauen ob der Hausverstand über die Paragraphen siegt…

Staenkerer
13 Tage 19 h

er wurde künstlich beatmet, ober nit künstlich am lebn erholtn, sell isch a unterschied!
gea auf a intensivstation und schaug wieviele von de dort liegn, sem kannt man woll schläuche ziechn!

Tottele
Tottele
Tratscher
13 Tage 17 h

@Staenkerer
21:06
Es ist aber auch zu sagen dass die Frau angeblich telefonisch informiert worden sein soll und ihr gesagt wurde, dass der Mann nur noch wenige Stunden leben wird .
Meiner Meinung nach verstehe ich die Frau und vielleicht hatte er schon öfters gesagt dass er sich wünsche nicht lange leiden zu müssen .

Staenkerer
13 Tage 6 h

@Tottele jo, sell mog stimmen! mir sein domols a telefonisch dringend ind bozner kronknhaus gruafn wordn um abschied zu nehmen von de patient, der, laut ärzte de nocht nit überlebn werd, wos mir a, man hot jo damit gerechnet, gemocht hobn!
er hot no vier, im verhältnis zur kronkheit gute, und für ins intensiv gelebte johre, dahoam verbrocht!

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
13 Tage 20 h

moribund? nie gehört.

carpediem
carpediem
Neuling
13 Tage 18 h

als moribund hatte keine chance mehr gehabt

rosenstock2017
rosenstock2017
Grünschnabel
11 Tage 19 h

Dem Patient Schlauch wegziehen bedeutet Euthanasie.Und das ist wie Mord.Schlagt nach was es bedeutet,liebe Leute.

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