Sieben Feuerwehren standen im Einsatz

54-Jähriger stirbt bei Brand auf Bauernhof im Bezirk Melk

Montag, 21. Oktober 2019 | 15:13 Uhr

Ein Brand auf einem Bauernhof in Artstetten-Pöbring (Bezirk Melk) hat Montagfrüh ein Todesopfer gefordert. Laut Polizei starb ein 54-Jähriger trotz Reanimationsversuchen. Seine 52-jährige Ehefrau wurde von “Christophorus 15” ins Universitätsklinikum Graz geflogen. Sie war nach Angaben des Roten Kreuzes bewusstlos. Ihr Zustand galt als kritisch. Es bestand Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Laut Polizei hatten Angehörige das Ehepaar regungslos aufgefunden und umgehend ins Freie gebracht. Durch einen Schwelbrand im Bunker einer Hackschnitzelanlage auf dem Anwesen war mutmaßlich Kohlenmonoxid in das Wohnhaus gelangt. Der Mann und die Frau dürften im Schlaf überrascht worden sein, teilte Feuerwehrsprecher Franz Resperger mit. Laut Polizei wird ein technischer Defekt in der Hackschnitzelanlage vermutet.

Nach Angaben von Sonja Kellner vom Roten Kreuz mussten auf dem Anwesen auch fünf weitere Personen versorgt werden. Ein Kleinkind, seine Mutter und eine weitere Frau wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Kontrolle in das Landesklinikum Melk bzw. das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht.

Die Löscharbeiten in dem Hackschnitzelbunker wurden Resperger zufolge noch am frühen Vormittag beendet. Die Kohlenmonoxid-Belastung im Wohnhaus blieb vorerst hoch. Auf dem Bauernhof standen sieben Feuerwehren und ein Großaufgebot an Rettungskräften – unter anderem mit drei Notarzthubschraubern – im Einsatz. Die Ursache des Brandes war Gegenstand von Ermittlungen.

Von: apa

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