Polizei ermittelt wegen Verdachts der Freiheitsentziehung

77-Jährige soll Sohn monatelang in Keller gesperrt haben

Donnerstag, 10. September 2020 | 18:11 Uhr

Ein 45-Jähriger ist nach eigenen Angaben in einem Einfamilienhaus in Wien-Penzing monatelang von seiner 77 Jahre alten Mutter im Keller eingesperrt worden. Der Mann wurde am Mittwochnachmittag in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Mutter hatte selbst die Rettung für ihren Sohn gerufen. Die Hintergründe des Falls waren noch unklar.

Die Rettungskräfte fanden den Mann im Keller des Hauses in einem sehr schlechten Gesundheitszustand. Weil der Mann angab, seit April im Keller des Hauses festgehalten worden zu sein, alarmierte die Wiener Berufsrettung die Polizei.

Inwiefern der Vorwurf den Tatsachen entsprach, muss von den Ermittlern des Landeskriminalamtes noch geklärt werden. Der 45-Jährige konnte wegen seiner körperlichen Verfassung noch nicht genauer befragt werden.

Auch die Mutter und etwaige Zeugen wie die Nachbarn mussten noch einvernommen werden, erläuterte Polizeisprecher Daniel Fürst am Donnerstagabend. Neben den Umfelderhebungen war auch eine Hausdurchsuchung geplant. Gegen die 77-Jährige wird jedenfalls wegen des Verdachts der Freiheitsentziehung ermittelt.

Von: apa

Kommentare

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1 Kommentar auf "77-Jährige soll Sohn monatelang in Keller gesperrt haben"


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Staenkerer
17 Tage 5 h

wie konn man an gsunden, 45 jährigen monn in an keller einsperrn? sell geat jo kaum! sem wor der orme kerl woll davor schun kronk! wie konn a “mutter” so eppas lei tien???

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