Entnahme für den Notfall vorgesehen

Abschuss für Bär “M49” soll in Südtirol freigegeben werden

Dienstag, 20. August 2019 | 09:20 Uhr

Der drei Jahre alte Bär mit der Bezeichnung “M49”, der seit einigen Wochen in Südtirol und Trentino für Aufsehen sorgt, soll nun nicht nur eingefangen, sondern im Notfall auch abgeschossen werden. Laut einem Bericht des Südtiroler Tagblatts “Dolomiten” (Dienstagausgabe) will Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) am Dienstag ein entsprechendes Dekret unterzeichnen.

Sein Trentiner Amtskollege, Maurizio Fugatti (Lega), hatte den Abschuss bereits angeordnet. In Südtirol soll “M49” aber nur “im äußersten Notfall” entnommen werden, sagte der zuständige Landesrat Arnold Schuler (SVP) gegenüber der Zeitung. Nachdem es am Wochenende eine Begegnung zwischen einem Wanderer in der Nähe von Aldein (Provinz Bozen) und dem Problembären gegeben hatte, soll das Tier in der Nacht auf Montag ein Kalb auf der Gurndin Alm in Aldein mit “einem einzigen Tatzenhieb” getötet haben, hieß es weiter.

“M49” war am 15. Juli aus einem Tierpflegezentrum nahe Trient ausgebrochen, nachdem er für mehrere Attacken auf Nutztiere verantwortlich gemacht wurde. Trotz meterhoher Elektroumzäunung war der Bär bereits in der ersten Nacht ausgerissen. Seither suchen Beamte der Forstwache nach dem flüchtigen Tier. Nun ist er offenbar im Grenzgebiet von Südtirol und dem Trentino unterwegs. Das Tier ist einer von etwa 50 Bären, die sich derzeit im Trentino aufhalten. Er ist Teil des Wiederansiedlungsprojektes Life Ursus, das im Jahr 1999 mit Unterstützung der Europäischen Union zehn Bären aus Slowenien in die Region Trentino einführte.

Wohin der Problembär gebracht wird, sollte er denn eingefangen werden, stehe laut Schuler derzeit noch nicht fest.

Mehr dazu lest ihr in der heutigen “Dolomiten”-Ausgabe!

Von: apa

Bezirk: Bozen, Überetsch/Unterland