Vor allem Motorradfahrer hat es erwischt

Acht Verkehrstote am Pfingstwochenende

Dienstag, 11. Juni 2019 | 11:45 Uhr

Trotz fantastischen Wetters ist der Blutzoll auf Österreichs Straßen am Pfingstwochenende gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Wie 2018 starben laut den Zahlen des Innenministeriums acht Menschen. Allerdings ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden stark gestiegen, dabei gab es auch mehr Verletzte. Die Hitze gefährdete auch Motorradfahrer besonders: Sechs der acht Toten waren Biker.

Zu Pfingsten 2019 ereigneten sich laut Innenministerium 470 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, um 134 oder 39,9 Prozent mehr als 2018 mit 336 Unfällen. Dabei wurden 586 Personen verletzt, um 167 mehr als im Vorjahr mit 419 Verletzten. Weniger große Unterschiede waren es bei den Verkehrstoten: 2018 starben ebenfalls acht Menschen, 2017 sechs und 2016 wurde wie 2013 der niedrigste Wert mit vier tödlich Verunglückten erreicht. Die bisher schlimmsten Jahre waren 1979 mit 45 und 1984 mit 44 Verkehrstoten.

Für die Polizei bedeutete Pfingsten wieder einen Überwachungsschwerpunkt: 60.824 Lenker wurden wegen Tempoüberschreitungen erwischt, das waren um 6,1 Prozent weniger als 2018. Deutlich mehr Anzeigen – plus 16,1 Prozent – gab es wegen Trunkenheit am Steuer, in Zahlen 446 Lenker. 250 Kfz-Piloten mussten ihren Führerschein oder Mopedausweis abgeben, das waren um 29,5 Prozent mehr als 2018.

Die Hälfte der Verkehrstoten waren in der Steiermark zu beklagen, je einen gab es im Burgenland sowie in Kärnten, Salzburg und Tirol. In der gesamten Pfingstwoche gab es 13 Verkehrstote bei elf Unfällen, mehr als die Hälfte davon (sieben) waren Motorradfahrer. Seit 1. Jänner sind nach vorläufigen Zahlen auf Österreichs Straßen 159 Menschen ums Leben gekommen. Im Vergleichszeitraum 2018 waren es 170 und 2017 154.

Von: apa

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