Patient muss in Isolation

Affenpocken in Südtirol: Keine große Ansteckungsgefahr

Donnerstag, 23. Juni 2022 | 12:16 Uhr

Bozen – In Südtirol ist der erste Fall von Affenpocken registriert worden. Die betroffene Person war kürzlich in der Notaufnahme des Bozner Krankenhauses mit für die Krankheit typischen Symptomen vorstellig geworden. Am 22. Juni 2022 wurde die Verdachtsdiagnose dann durch einen PCR-Abstrich bestätigt.

Der Bozner ist vor kurzem von einer Reise in eines der als gefährdet geltenden Länder zurückgekehrt. Sofort wurde die Kontaktverfolgung eingeleitet, um enge Kontakte ausfindig zu machen.

Der Mann ist noch in der Infektionsabteilung aufgenommen; ihr Gesundheitszustand ist stabil und nicht besorgniserregend.

„Falls es zu keinen Komplikationen kommt, kann der Patient in den kommenden Tagen wieder nach Hause, wo er die kommenden drei Wochen in Isolation verbringen muss“, erklärt die Abteilung für Infektionskrankheiten am Krankenhaus Bozen, Elke Maria Erne, laut einem Bericht der Tageszeitung Alto Adige. Die Isolation dauert so lange, bis sich die Krusten von der Haut verschwunden sind.

Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, müssen Kontaktpersonen mindestens 21 Tage hintereinander täglich prüfen, ob sie bei sich selbst Symptome feststellten. Neben den typischen Hautveränderungen zählen dazu auch Fieber, Kopfweh, Schüttelfrost, Erschöpfung, Vergrößerung der Lymphknoten und Muskelschmerzen. Grundsätzlich gilt jedoch, dass das Virus nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Ansteckend sind vor allem die Hautpusteln und das Sekret in diesen Bläschen. Bei Haut- zu Hautkontakt oder auch Haut- zu Mundkontakt kann die Krankheit übertragen werden. Das Sekret aus den Pusteln kann auch über Umwege, etwa über die Bettwäsche von Erkrankten oder über Geschirr für Neuinfektionen sorgen.

Die Erkrankung wird durch das Monkeypox virus (MPXV) verursacht. Natürliche Wirte sind verschiedene in der Regel Nagetiere, als Fehlwirte fungieren manchmal auch Affen – daher der Name. Bei Affenpocken handelt es sich um eine Zoonose, also um eine Erkrankung, die von Tieren auch auf den Menschen übertragbar ist.

Die Krankheit erinnert zwar an die Pocken, fällt in der Regel aber deutlich milder aus. Trotzdem sind schwerere Krankheitsverläufe vereinzelt möglich. Eine Schutzimpfung gegen echte Pocken reduziert das Risiko eines Krankheitsausbruchs oder mildert den Krankheitsverlauf ab.

Die Inkubationszeit beträgt üblicherweise sechs bis 13 Tage, kann unter Umständen auch einen Zeitraum von fünf bis 21 Tagen umfassen. Innerhalb drei Tage nach den ersten Symptomen wie Fieber oder Muskelschmerz bildet sich auf der Haut der Fleckenausschlag.

In der Regel heilt die Krankheit nach zwei bis vier Wochen von selbst aus. Aus den Flecken werden Pusteln, die dann verkrusten. Die Krusten fallen schließlich von der Haut ab. Mit Ende der Symptome ist auch die Ansteckungsgefahr gebannt.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Affenpocken in Südtirol: Keine große Ansteckungsgefahr"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
diskret
diskret
Tratscher
1 Tag 12 h

Sel sein de Affen mit zwei Haxen viel gefählicher die haben das Neid und Gier Virus im Blut

Neumi
Neumi
Kinig
1 Tag 9 h

Alle Primatenarten haben zwei Beine.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Tag 13 h

…ja seimor lei beruhigt!…

deepwather
deepwather
Grünschnabel
1 Tag 4 h

Na bitte schnell Lockdown

Storch24
Storch24
Kinig
1 Tag 3 h

Hatte man nicht vorab gewarnt, Personen mit Symptome sollten bitte NICHT in fie erste Hilfe kommen ?

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