Spektakel der Superlative

Airpower in Zeltweg ein voller Erfolg

Samstag, 03. September 2016 | 15:25 Uhr

Der Projektleiter der Flugshow Airpower, Oberst Peter Schinnerl, ist “total happy” über den Verlauf der Veranstaltung am Fliegerhorst Hinterstoisser im obersteirischen Zeltweg. Das Sicherheitskonzept mit den Personenkontrollen habe sich bewährt, die Erfahrungen würden in die Ausbildung einfließen. Trotz der Besucherzahl von rund 300.000 an beiden Tagen habe man niemand abweisen müssen.

“Ich habe mit vielen Besuchern gesprochen und nicht einen getroffen, der sich negativ über die Kontrollen geäußert hätte”, sagte Schinnerl zur APA bei einer ersten Bilanz am Nachmittag: “Die Menschen wollten das für ihre Sicherheit.” Der Einsatz des steirischen Miliz-Jägerbataillons habe sich bewährt. “Einer der Grundaufträge des Bataillons ist ja der Objektschutz. Auch, dass die Milizsoldaten aus dem zivilen Leben kommen, hat sich im Umgang mit den Besuchern bewährt. Sie sind nahe am Menschen.”

“Vor Mittag war es absehbar, dass wir an das Tageslimit von 150.000 Besuchern kommen. Da haben wir einen Aufruf per Radio und über die sozialen Medien gestartet, dass man nicht mehr von zu Hause wegfahren möge, um zur Airpower zu kommen. Alle, die bereits unterwegs waren, konnten aber noch auf das Gelände gelangen”, sagte Schinnerl.

Auf die Frage, ob es Reaktionen aus der Bevölkerung auf die doch ungewohnten Anblick von Leopard-Kampfpanzern bei Straßenkreuzungen geben habe, sagte der Oberst: “Sie sind der erste, der mir diese Frage stellt. Wir haben einfach alle Fähigkeiten und das Gerät eingesetzt, die wir für die Sicherheit aufbieten können. Mit 55 Tonnen kann man schon eine Straße schnell sperren”. Und man habe die gewonnene Erfahrung aus der Migrationskrise mit dem “Vereinzeln von Personen” an Kontrollpunkten und dem Kontrollieren von Menschenmassen in die Planung mitaufgenommen.

Es habe bis zum Nachmittag kaum Zwischenfälle gegeben, 110 medizinische Versorgungen kleinerer Natur wurden am Freitag, 200 am Samstag verzeichnet. “Aber selbst das ist für eine Großveranstaltung eher unter dem Schnitt”, so der Projektleiter. “Die Airpower hat ein ganz spezielles Publikum, Familien, Besucher aus Bayern, Slowenien, Ungarn – die Show ist offenbar beruhigend, wenn auch etwas laut”, sagte Schinnerl dazu, dass es so gut wie keine Zwischenfälle mit Randalieren oder Betrunkenen gebe.

“Bei den ausländischen Crews ist die Airpower offenbar sehr beliebt”, sagte der Oberst. Auch die Bevölkerung tue alles, dass diese sich wohlfühlten. Die französische Kunstflugstaffel Patrouille de France etwa habe in Frankreich mehrere Luftfahrtveranstaltungen und viele Auslandstermine. “Sie waren zum ersten Mal hier und sagten, sie kämen gerne wieder.” Dann gebe es vielleicht auch ein Wiedersehen mit der Kunstflugstaffel “Turkish Stars”, die heuer absagten.

Ein einziger Kritikpunkt war die Versorgung mit sanitären Anlagen: “Man muss sagen, dass das mit heimischen Kapazitäten nicht zu machen ist,. Wir haben Toiletteanlagen aus Ungarn und Slowenen herangeholt. Da müssen wir uns noch etwas überlegen”, sagte Schinnerl auf Journalistenfragen.

Von: apa

Kommentare

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3 Kommentare auf "Airpower in Zeltweg ein voller Erfolg"


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Tabernakel
Tratscher
26 Tage 21 h

Die Menschen werden einfach nicht schlau…🐪

https://youtu.be/zL4Fz57Wg1o

Mikeman
Tratscher
26 Tage 21 h

@ Tabernakel :

es wurden die ganzen Profile  und die Mindestflughöhe stark  verändert,dazumal wurde schon sehr fahrlässig gearbeitet,das stimmt schon.

Tabernakel
Tratscher
26 Tage 2 h
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