Situation hat sich laut Stadt wesentlich verbessert - Alkoholverbot rund umden Bahnhof gilt seit 2008

Alkoholverbotszonen – “Positive Erfahrungen” in Innsbruck

Freitag, 27. April 2018 | 10:00 Uhr

In Innsbruck hat man “positive Erfahrungen” mit der Alkoholverbotszone am Bahnhof sowie in anderen Bereichen gemacht. Dies sagte der Leiter des städtischen Sicherheitsamtes, Elmar Rizzoli, der APA. Das Alkoholverbot am Südtirolerplatz einschließlich des Bahnhofsvorplatzes gilt bereits seit dem Jahr 2008, im vergangenen Jahr kamen weite Teile der Innen- bzw. Altstadt sowie der Rapoldipark hinzu.

Im Jahr 2017 erließen die ÖBB zudem im Gebäudeinneren des Innsbrucker Bahnhofes ein Verbot des Konsums alkoholischer Getränke. Im und rund um den Bahnhof habe man es vor allem mit einer Gruppe von Alkohol trinkenden Personen zu tun gehabt, die die Bürger “angepöbelt und belästigt” hätten, sagte Rizzoli. Diese Gruppe habe damals eine “unakzeptable Größe” erreicht, nun hätte sie sich auf “akzeptable Größen aufgesplittert”. Denn klarerweise könne nicht gänzlich verhindert werden, dass einige dieser Leute in andere Stadtteile ausweichen. Die Situation am Bahnhof habe sich jedoch wesentlich verbessert. Dasselbe gelte in noch größerem Ausmaß für den nördlichen Bereich der Innsbrucker Prachtstraße, der Maria-Theresien-Straße.

Insgesamt habe es im vergangenen Jahr 700 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Alkoholverbot gegeben, erläuterte der Chef der Mobilen Überwachungsgruppe (MÜG). Dies klinge zwar viel, über ein Drittel betreffe aber den Rapoldipark. Dort habe man es zu Beginn auch mit Aufklärung versucht, was nicht annähernd dieselbe Wirkung wie Strafen gehabt habe. Letztlich werde man den Verstößen nur mit Strafen wirkungsvoll Herr, meinte Rizzoli.

Die erste Alkoholverbotszone in Tirols Landeshauptstadt war übrigens bereits Ende der 1990er-Jahre am Haydnplatz eingeführt worden. Vor allem das Alkoholverbot in Alt- und Innenstadt bzw. in Teilen der Maria-Theresien-Straße hatte in der Vergangenheit auch für kontroverse politische Debatten gesorgt. Vor allem die Grünen sprachen sich gegen eine reine “Verbotspolitik” aus. Auch im heurigen Gemeinderatswahlkampf waren und sind “ordnungspolitische Maßnahmen” wie Alkohol-und Nächtigungsverbot Thema.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Alkoholverbotszonen – “Positive Erfahrungen” in Innsbruck"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Marta
Marta
Universalgelehrter
28 Tage 17 h

Südtirol soll sich ein Beispiel nehmen !!!

Eppendorf
Eppendorf
Superredner
28 Tage 16 h

Grüne sind gegen Verbotspolitik? Seit wann, sie sind doch das Sinnbild einer Verbotspartei.

Surfer
Surfer
Superredner
28 Tage 13 h

Einige verbotene Sachen würden die Grünen wohl legalisieren…..

wpDiscuz