Knochenbrüche häufigste Folge von Pistenunfällen

Anteil der Kopfverletzungen wegen Skihelm zurückgegangen

Mittwoch, 08. März 2017 | 11:57 Uhr

Nur noch wenige heimische Wintersportler sind ohne Helm auf den Pisten unterwegs. Das schlägt sich positiv in der Statistik nieder: Betrug der Anteil an Kopfverletzungen nach Skiunfällen (mit Behandlung im Spital) in den Jahren 2001 bis 2003 noch 21 Prozent, ging dieser im Zeitraum 2012 bis 2014 auf 13 Prozent zurück. Das berichtete das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) auf APA-Anfrage.

“Der Helm hat sich beim Skifahren und Snowboarden im Gegensatz zum Radfahren durchgesetzt”, sagte Klaus Robatsch, Bereichsleiter Forschung und Wissensmanagement. Die häufigsten Verletzungen beim alpinen Skifahren (Durchschnitt 2013 bis 2015, Hochrechnung) sind demnach Knochenbruch (48 Prozent) sowie Sehnen- und Muskelverletzungen (37 Prozent). 86 Prozent der Verunfallten trugen Helm.

Betroffene Körperteile sind bei den alpinen Skifahrern vor allem Knie (33 Prozent), Schulter (zwölf Prozent) und Unterschenkel (neun Prozent). Die häufigsten Unfallarten sind Sturz auf gleicher Ebene (65 Prozent), Sturz aus der Höhe (24 Prozent) und Zusammenstöße mit Objekt oder Mensch (sieben Prozent).

Insgesamt werden pro Jahr durchschnittlich 22.600 Verletzte mit Hauptwohnsitz Österreich nach Skiunfällen in einer heimischen Ambulanz behandelt. Zum Vergleich: Im ganzen Land werden pro Jahr rund 200.000 Sportunfälle von Personen mit Hauptwohnsitz Österreich erfasst, die meisten passieren beim Fußballspielen (rund 50.000).

Details hat das KFV auch in Sachen Snowboarder (mit Wohnsitz Österreich und Versorgung in einer Unfallambulanz): Durchschnittlich 3.900 verletzen sich pro Jahr beim Surfen über die Pisten. Bei den meisten Unfällen handelt es sich dabei um Stürze auf gleicher Ebene (60 Prozent), gefolgt von Stürzen aus der Höhe (38 Prozent). Zusammenstöße (Objekt/Mensch) betragen bei Snowboard-Unfällen lediglich zwei Prozent. Knochenbrüche sind dabei die häufigsten Verletzungen (71 Prozent). 80 Prozent der verunfallten Snowboarder trugen Helm.

Von: apa

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