Anwalt beruft sich auf Moralvorstellungen als Buddhist

Anwalt will mutmaßlichen Sexualstraftäter nicht verteidigen

Samstag, 02. Juni 2018 | 11:00 Uhr

Ein Linzer Jurist will einen wegen Vergewaltigung angeklagten Mann als Verfahrenshelfer nicht verteidigen. Er könne das mit seinen Moralvorstellungen als Buddhist und als Vater einer Tochter nicht vereinbaren, sagte der Rechtsanwalt im Interview in der Samstagsausgabe der “Kronen Zeitung”. Er habe Befangenheit geltend gemacht, doch die Anwaltskammer wies dies zurück.

“Ich und mein Kanzleipartner vertreten verdächtige Sexualtäter, wenn wir von deren Unschuld nicht überzeugt sind, prinzipiell nicht”, sagte der als Verfahrenshelfer eingesetzte Strafverteidiger der “Kronen Zeitung”. Die Anwaltskammer hat den Antrag mit der Begründung, das seien “sachfremde Motive” abgewiesen.

Der Anwalt hat sich an das Landesverwaltungsgericht gewandt und wartet nun auf eine Entscheidung. Der Prozess gegen den wegen Vergewaltigung angeklagten Mann soll nächste Woche stattfinden. Wenn das Landesverwaltungsgericht nicht rechtzeitig entscheidet, müsse er den Fall übernehmen.

Von: apa

Kommentare

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7 Kommentare auf "Anwalt will mutmaßlichen Sexualstraftäter nicht verteidigen"


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Martha
Martha
Grünschnabel
20 Tage 16 h

Normalerweiße machen Anwälte alles für Geld !!!—großen Respekt für diesen Anwalt !!

der echte Aaron
der echte Aaron
Tratscher
20 Tage 16 h

das kann doch nicht sein, dass der Anwalt muss. Dann soll er den Vergewaltiger so vertreten, dass er möglichst lange sitzt. Dann passt`s!!

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
20 Tage 15 h

I koan ihn lei lobn und mein Respekt aussprechn.

xXx
xXx
Tratscher
20 Tage 15 h

Ich hab mich schon oft gefragt wie man es moralisch vertreten kann, einen offensichtlich Schuldigen Sexualstraftäter oder Pädophilen zu verdeitigen? Das man das alls Anwalt muss und gar nicht ablehnen darf ist schon sehr bedenklich.

maria zwei
maria zwei
Superredner
20 Tage 6 h

ccc es gibt Pflichtverteidiger……die müssen

xXx
xXx
Tratscher
20 Tage 6 h

@maria zwei das es pflichtverdeitiger gibt ist mir schon klar, aber wenn er den Täter für schuldig hält, kann er ihn doch nicht so verdeitigen, das er frei kommt, wenn es “gut” läuft.
Unsere Rechtssprechung ist teilweise zum kotzen und beinhaltet leider noch immer viel zu sehr Täterschutz.
Auch die ganzen Freisprüche wegen Form- oder Verfahrensfehler , troz erwiesener Schuld, sind doch ein Witz und ein Schlag ins Gesicht für jedes Opfer.

Staenkerer
20 Tage 15 h

der (rechtschaffener und moralisch bewundernswerter anwalt) sollt den und ondere vergewaltiger “verteitigen” müßen, nor war wenigszens denen a hohe strafe gewiss!
sunsch suacht jo eh jder verteitiger taisend ausredn und krieg viel zu oft recht!

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