Beweissicherungsverfahren läuft - Indiskretionen entlasten Unternehmen

Asbest: Hatte ihre Arbeit bei Iveco tödliche Folgen?

Mittwoch, 08. Juni 2022 | 11:05 Uhr

Bozen – Vier Todesfälle bei Arbeitern des IVECO-Werks in Bozen könnten durch Asbestfasern ausgelöst worden sein. Der Fall behängt vor Gericht und bekanntlich ermittelt laut der Zeitung Alto Adige die Bozner Staatsanwaltschaft gegen acht ehemalig Führungskräfte. Es besteht der Verdacht auf Beteiligung an fahrlässiger Tötung sowie Missachtung von Arbeitssicherheitsvorschriften.

Doch es dürfte nicht leicht sein, nach vielen Jahren stichhaltige Beweise für einen Zusammenhang zwischen einer tödlichen Krankheit und der Arbeit in einem Industriewerk sicherzustellen. Dennoch soll rekonstruiert werden, wo die Männer genau tätig waren, welche Aufgaben sie hatten und ob sie dort mit asbesthaltigen Materialien in Kontakt standen.

Dazu wurden bereits im September 2021 durch einen Amtsgutachter 200 Proben im Werk genommen. Außerdem wurden an den im Alter von 59, 68, 80 und 82 Jahren gestorbenen Männern histologische Proben entnommen. Dabei wird es darauf ankommen, ob Asbest tatsächlich der Auslöser für deren schwere Erkrankung war. Die Art des Tumors lässt dies zumindest vermuten.

Das Beweissicherungsverfahren wird am 6. Juli fortgeführt. Wie es in dem Bericht aber heißt, soll die Iveco Indiskretionen zufolge immer sämtliche Sicherheitsvorlagen eingehalten haben, die zu den jeweiligen Zeiträumen vom Gesetzgeber vorgegeben waren.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Asbest: Hatte ihre Arbeit bei Iveco tödliche Folgen?"


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hoiler2
hoiler2
Neuling
17 Tage 8 h

Gutes Deutsch, wenn es tödliche Folgen gehabt hätte, könnte man den in wirklich astreinem Deutsch geschriebenen Artikel gar nicht lesen

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