Auch Vorwurf des versuchten Raubes

Asylwerber in Innsbruck wegen Vergewaltigung angeklagt

Dienstag, 05. Juli 2016 | 11:15 Uhr

Nach der Vergewaltigung einer 52-Jährigen im Innsbrucker Stadtteil Pradl im Februar hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Anklage gegen einen 18-jährigen Asylwerber aus Afghanistan erhoben. Dies teilte Staatsanwaltschaftssprecher Hansjörg Mayr der APA. Da der Mann nach dem Übergriff noch Geld gefordert haben soll, wird er auch wegen versuchten Raubes belangt.

Der Beschuldigte war eine Woche nach der Tat bei den Innsbrucker Sillhöfen in seiner Unterkunft festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Er war laut Staatsanwaltschaft grundsätzlich geständig, berief sich aber auf eine starke Alkoholisierung. Die Anklagebehörde gehe jedoch aufgrund der Ergebnisse aus dem Ermittlungsverfahren von einer Zurechnungsfähigkeit des Afghanen aus, so die "Tiroler Tageszeitung". Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.

Der 18-Jährige, der in dem nahegelegenen Flüchtlingsquartier am Paschbergweg untergebracht war, soll die Frau am 22. Februar laut Polizei von hinten umklammert haben, als sie an der Haustür einer Bekannten läuten wollte. Danach dürfte er die 52-Jährige zu einer nahegelegenen Grünfläche gezerrt und vergewaltigt haben. Die Frau erlitt zahlreiche Blutergüsse und Prellungen.

Nach Angaben der Exekutive wiesen bei einer Gegenüberstellung sowohl das Opfer als auch eine Zeugin den Mann "zweifelsfrei als Beschuldigten" aus. Zudem kamen die Beamten auch über das Handy des Mannes auf dessen Spur. Denn dieser soll das Opfer dazu gezwungen haben, seine Nummer zu speichern.

Von: apa