Wochenende für Feuerwehrleute gelaufen

Aufräumarbeiten nach Unwettern im Bezirk Mattersburg

Sonntag, 12. Mai 2019 | 14:08 Uhr

Nach den starken Regenfällen am Vortag und in den Nachtstunden sind am Sonntagvormittag im Bezirk Mattersburg die Aufräumarbeiten im Gange gewesen. Nach Angaben von Richard Resch vom Bezirkskommando waren rund 50 Feuerwehrleute damit beschäftigt, Straßen und Hauseinfahrten vom Schlamm zu befreien sowie Keller auszupumpen. Bis etwa 5.00 Uhr waren 300 Helfer im Einsatz gestanden.

Die Aufräumtätigkeiten starteten Resch zufolge am Sonntag gegen 9.00 Uhr, mit einem Ende wurde für die Nachmittagsstunden gerechnet. Die Feuerwehrmitglieder gingen vor allem in Mattersburg, Sigleß, Forchtenstein und Pöttsching zu Werke.

Nach Angaben der Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland wurden von 16.00 Uhr am Samstag bis Sonntagfrüh um 7.00 Uhr 98 Einsätze von 39 Feuerwehren gezählt. Lediglich von 19.00 bis 21.00 Uhr seien die Alarmierungen am Samstagabend wetterbedingt etwas zurückgegangen. Verletze gab es nicht, betonte die LSZ. Hauptsächlich betroffen war der Bezirk Mattersburg, vereinzelt waren die Helfer auch im Bezirk Oberpullendorf und in Eisenstadt gefragt.

Der KHD-Zug des Bezirks Oberpullendorf, der mit 13 Fahrzeugen und 77 Mitgliedern im Unwettergebiet rund um Sigleß, Forchtenstein und Wiesen im Einsatz gestanden war, rückte gegen 2.00 Uhr wieder ein, sagte Resch. Jene Familie, deren Haus in Forchtenstein unterspült wurde, sei an einem sicheren Ort untergebracht. Es handle sich – aufgrund eines in der Nähe des Gebäudes vorbeiführenden Baches – um leidgeprüfte und überschwemmungserprobte Personen: “Sie sind es gewohnt, dass sie das Haus nach schweren Regenfällen verlassen müssen”, sagte Resch. Das gesamte Ausmaß der Unwetterschäden werde nicht vor Montag sichtbar werden, wurde seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos betont.

Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) und sein Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) sagten unterdessen den Betroffenen der jüngsten Wetterkapriolen rasche Hilfe zu. “Das Land Burgenland fördert über die Katastrophenbeihilfe die Behebung von außergewöhnlichen Schäden, die durch Unwetter entstanden sind”, wurde am Sonntag in einer Aussendung betont.

Hervorgehoben wurde von Tschürtz in seiner Funktion als Sicherheitsreferent die Landessicherheitszentrale, die sich bei den Unwettern am Samstag sowie in der Nacht auf Sonntag erneut als “koordinierende Drehscheibe” bewährt habe. “Unser Dank gilt den Feuerwehren, allen Einsatzkräften und Helfern, die einmal mehr Großartiges geleistet haben”, wurden Doskozil und Tschürtz zitiert.

Von: apa

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