Ein Vierjähriger und sein 35-Jähriger Vater starben bei dem Zugunfall

Auto in Tirol von Zug erfasst: Kind und Vater tot

Donnerstag, 04. August 2022 | 14:46 Uhr

Ein Zugsunglück an einem beschrankten Bahnübergang in St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) Mittwochnachmittag hat nun zwei Todesopfer gefordert: Nachdem ein Vierjähriger noch an der Unfallstelle verstorben war, verlor nun auch sein 35-jähriger Vater den Kampf um sein Leben. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, erlag er am Vorabend seinen schweren Verletzungen in der Innsbrucker Klinik. Die Mutter und zwei weitere Kinder überlebten das Unglück unverletzt.

Gegen 17.00 Uhr war es bei einem Bahnübergang an der sogenannten Egger-Kreuzung zu dem Unfall gekommen. Es dürfte sich ein Stau bis zur Straße hinaus gebildet haben. Der 35-Jährige aus Saudi-Arabien, der mit seiner Familie Urlaub gemacht hatte, hielt aber laut Zeugen nicht vor dem Bahnübergang an sondern fuhr auf die Gleise, woraufhin sich die Schranken schlossen. Die Familie wurde durch Schreie von Zeugen gewarnt, als sich der Zug näherte.

Während die drei Überlebenden – die 34-jährige Mutter sowie zwei Kinder im Alter von sieben und elf Jahren – rechtzeitig die Gleise verlassen konnten, wurden der Vater und der vierjährige Sohn von einem Personenzug erfasst, obwohl sie es bereits aus dem Auto geschafft hatten. Die 62 Insassen des Regionalzuges, der von Kitzbühel nach St. Johann unterwegs war, wurden nicht verletzt.

Die ÖBB verwies gegenüber dem ORF Tirol auf ein Sicherheitssystem an beschrankten Bahnübergängen. Grundsätzlich soll ein Bahnübergang nie befahren werden, wenn die Ausfahrt nicht gesichert sei. Sollte man trotzdem in diese Situation kommen, müsse man Gas geben. “Die Schrankenbäume haben Sollbruchstellen und brechen ab, wenn man mit dem Auto dagegen drückt”, sagte ÖBB-Sprecher Christoph Gasser-Mair.

Von: apa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

14 Kommentare auf "Auto in Tirol von Zug erfasst: Kind und Vater tot"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Neumi
Neumi
Kinig
4 Tage 5 h

Was mich wundert, ist, dass die Leute noch nicht mal geistesgegenwärtig genug waren, das Auto frühzeitig zu verlassen. Zwischen dem Schließen der Schranken und dem Einfahren des Zugs vergeht doch noch einige Zeit.

Gredner
Gredner
Kinig
4 Tage 5 h

@Neumi: es steht geschrieben, dass sie das Auto bereits verlassen hatten… Warum sie noch auf den Schienen standen, ist wohl ein Rätsel.

Neumi
Neumi
Kinig
4 Tage 2 h

OK. Trotzdem … das erste, was man macht, ist sich in Sicherheit zu bringen.
Alles andere kann warten.

ieztuets
ieztuets
Tratscher
4 Tage 4 h

Tragisch und traurig… leider hott a vermeidbarer Eigenfehler seine Familie zerstört.

Zussra
Zussra
Grünschnabel
4 Tage 3 h

In Bruneggn ba di Schronkn “Hotel Andreas Hofer” stien a öft oan di Hoor zi Berge, ba sela Situationen!

magari
magari
Tratscher
4 Tage 1 h

In wo?

Sag mal
Sag mal
Kinig
3 Tage 23 h

mein Beileid.

ahjo
ahjo
Grünschnabel
4 Tage 4 Min

Traurig dass man net vor die Gleise sondern AUF die gleise wortet. Zudem sein die schronken so gebaut dass man se mitn auto weckdrucken und flüchten konn. Aussteigen isch a an otion. Des sein lei drei Gründe dass sowos normalerweise net possieren konn

Evi
Evi
Universalgelehrter
3 Tage 19 h

I glab, dass man do erster mol unter Schock steaht und vielleicht gor nix checkt.

Johannes
Johannes
Superredner
3 Tage 23 h

Manche Menschen kennen keine Grenzen ihres egoistischen Selbst, so tragisch es auch ist, ist an diesem Unglück nur einer Schuld!

Reitiatz
Reitiatz
Universalgelehrter
3 Tage 16 h

sicherer wars glabi im auto drin gwesn,ober nochher isch man olbm gscheider R.I.F.

Mico
Mico
Superredner
3 Tage 22 h

gibt es in österreich nicht auch das Sicherheitssystem wenn man von den Schranken eingeschlossen ist,dass man sie von innen aufschieben kann?

Evi
Evi
Universalgelehrter
3 Tage 19 h

👍🏽 steht im Artikel

offnzirkus
offnzirkus
Superredner
3 Tage 11 h

Vor jeder Bahnschranke ist ein rotes signal bevor sich die schranke schliesst. Dieses zu ignorieren kann böse enden wie in diesem Fall.

wpDiscuz