Der beschuldigte Ehemann wurde eineinhalb Jahre lang betreut

Betroffenheit bei Verein “Neustart” nach Bluttat von Tulln

Mittwoch, 23. Januar 2019 | 11:40 Uhr

Nach der Bluttat an einer 32-Jährigen in Tulln am Montag herrscht auch beim Verein “Neustart” Betroffenheit. Der beschuldigte Ehemann sei eineinhalb Jahre kontinuierlich und bis zuletzt betreut worden, sagte Sprecher Andreas Zembaty am Mittwoch auf Anfrage. Den letzten Kontakt mit der Familie habe es am Dienstag vergangener Woche gegeben.

Zembaty bestätigte, dass mangelnde Sprachkenntnisse ein Grund gewesen seien, warum der 36-Jährige nur sporadisch an Anti-Gewalt-Training teilgenommen habe. Der Mazedonier war laut Staatsanwaltschaft St. Pölten 2017 wegen fortgesetzter Gewaltausübung verurteilt worden. Der “Neustart”-Sprecher sagte am Mittwoch zudem, dass es auch eine Weisung zu Psychotherapie gegeben habe. Der sei der Mann trotz eines eingesetzten mehrsprachigen Psychotherapeuten ebenfalls nur sporadisch nachgekommen.

Mit dem Mazedonier hat es laut Zembaty durchschnittlich “zwei bis 2,5” Kontakte persönlich pro Monat gegeben. Die Betreuungsdichte sei demnach “sehr hoch” gewesen. “Wir sind wirklich – insbesondere die Kollegen in Niederösterreich – sehr betroffen”, betonte der “Neustart”-Sprecher.

Von: apa