Palästinenserin im Westjordanland (Themenbild)

Bischöfe im Heiligen Land mit heftiger Kritik an Israel

Samstag, 20. August 2022 | 11:37 Uhr

Die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes haben Israel aufgefordert, das Grundrecht der Palästinenser auf Wasser zu achten. Während Israelis “rund um die Uhr Zugang zu fließendem Wasser” haben, seien hunderttausende Palästinenser “vor allem in den Sommermonaten” vorsätzlich “mit schwerer Wasserknappheit konfrontiert” oder hätten teilweise kein fließendes Wasser, hieß es in einer Stellungnahme der bischöflichen Kommission “Justitia & Pax”, wie Kathpress am Samstag meldete.

Israel übe eine strenge Kontrolle über alle Wasserressourcen in Palästina aus und habe den Ausbau und die Instandhaltung der Wasserinfrastruktur nicht vorangetrieben, so die Kommission. Zusätzlich zu einer drastischen Verknappung führe dies zu einer Qualitätsverschlechterung des verfügbaren Wassers.

Besonders hart treffe die Situation Dutzende Gemeinden, “die von den israelischen Behörden daran gehindert werden, sich an ein funktionierendes Wassernetz anzuschließen” sowie jene, die in ländlichen Gebieten in der Landwirtschaft arbeiteten. Sie seien gezwungen, Wasser zu erheblichen Kosten privat zu kaufen. Da sich das viele nicht leisten könnten, müssten sie ihre landwirtschaftlichen Flächen aufgeben.

Die bischöfliche Kommission wirft Israel vor, mit der Nichtachtung des Rechts auf Wasser die Siedlungspolitik voranzutreiben. Durch Wassermangel aufgegebene Landwirtschaftsflächen etwa könnten von Israel beschlagnahmt werden. Ferner sorge die Zerstörung von Zisternen durch die israelische Armee oder Siedler “zur Entvölkerung, oft in Gebieten, in denen Israel die Präsenz von Siedlern verstärken will”. Israel müsse auf das menschliche Grundbedürfnis nach Wasser eingehen und “den Bewohnern Palästinas erlauben, Wasserzisternen zu bauen und zerstörte Zisternen zu reparieren, um Regenwasser zu sammeln und gekauftes Wasser zu speichern”, so die Stellungnahme.

Von: apa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Bischöfe im Heiligen Land mit heftiger Kritik an Israel"


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Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Wenn man die teilweise menschenverachtende Politik Israels kritisiert, wird man sofort als Antisemit abgestempelt. Dabei müsste gerade Israel auf Grund der Geschichte wissen, wie es ist, wenn man gezwungen wird sein Hab und Gut zu verlassen. Warum wohl distanziert sich Israel nicht von Putin und trägt die westlichen Sanktionen mit? Weil auch Israel ähnlich wie Putin Teile eines fremden Landes annektiert hat und weiterhin bestrebt ist, sich besetzte Gebiete durch Vertreibung der einheimischen Bevölkerung anzueignen.Die Methoden mögen zwar andere sein, das Endziel ist das selbe.

magari
magari
Superredner
1 Monat 12 Tage

@@: Man muss nicht immer alles vergleichen. Im Gegenteil, Vergleiche mit dem Holocaust sind nicht möglich, weil der Mord an 6 Millionen Juden einfach nicht vergleichbar ist. Wie du noch Putin in der Vergleich mit reingebracht hast bei dem Konflikt ist mir unerklärlich.

Dieti
Dieti
Neuling
1 Monat 11 Tage

Wer sich so äussert, mit haarsträuenden Vergleichen (Holocaust), Unwahrheiten (Israel hat Russland heftig kritisiert und zieht viele Sanktionen mit) und Lügen (die arabische Bevölkerung wächst ständig, da wird niemand vertrieben) und dann noch Israel mit Nazi-Deutschland gleichsetzt – der muss sich nicht wundern, wenn er als Antisemit bezeichnet wird.

spitzname
spitzname
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

Und wie wäre es, wenn die palästinensische Autonomiebehörde die X- Milliarden Unterstützung aus aller Welt, auch Deutschland, auch einmal für die wirtschaftliche Entwicklung und Bildung dieser Menschen ausgeben würde, anstatt für Raketen und Bomben, die in Israel landen ? Das ist billiges Anbiedern der Katholn !

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