"Chicago hat eine Geschichte von Rassismus und Rassentrennung"

Blutiges Wochenende in Chicago – 40 Menschen angeschossen

Sonntag, 19. August 2018 | 17:50 Uhr

Die US-Großstadt Chicago hat ein weiteres Gewalt-Wochenende erlebt: Zwischen Freitagnachmittag und Sonntag in der Früh wurden nach einer Zählung der Bürgerinitiative Coalition for a New Chicago mehr als 40 Menschen angeschossen. Zwei starben. Zwei Wochen zuvor waren über das erste August-Wochenende mehr als 70 Menschen von Kugeln getroffen worden und zwölf starben.

Am Samstag war nach Angaben der Polizei ein 26-Jähriger im Süden der Stadt in den Rücken getroffen worden und anschließend im Krankenhaus gestorben. Bereits am Freitag hatte sich ein Teenager selbst erschossen, nachdem er von der Polizei verfolgt worden war.

Fast alle Vorkommnisse der vergangenen Wochen ereigneten sich in den ärmeren Vierteln im Süden und Westen der Millionenmetropole, die vorrangig von Minderheiten bewohnt werden. “Chicago hat eine Geschichte von Rassismus und Rassentrennung, was die Gewalt befeuert”, sagte Greg Livingstone von der Coalition for a New Chicago.

Von: APA/dpa