Auf dem Schiff war am Montag Feuer ausgebrochen

Brand auf Donauschiff in der Wachau ging von Saunaofen aus

Dienstag, 25. Juli 2017 | 18:45 Uhr

Der Brand auf einem Flusskreuzfahrtschiff Montagnachmittag in der Wachau hat seinen Ausgang vom Saunaofen im Wellnessbereich genommen. Das teilte NÖ Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner am Dienstagabend zum Abschluss der Ursachenermittlung durch das Landeskriminalamt mit.

Durch Hitzeübertragung habe die Holzverkleidung in der Umgebung Feuer gefangen. Möglicherweise habe sich auch ein Handtuch in der Nähe befunden, das sich entzündete. Das lasse sich aber nicht mehr feststellen, sagte der Sprecher.

Auf dem Donauschiff hatten sich 150 Passagiere und 39 Besatzungsmitglieder befunden, als der Brand bei Schönbühel-Aggsbach (Bezirk Melk) bemerkt wurde. Die Reisenden wurden in der Folge von einem zufällig vorbeikommenden anderen Donauschiff aufgenommen und nach Dürnstein (Bezirk Krems) gebracht. Acht Crew-Mitglieder zogen sich Rauchgasvergiftungen zu.

Der Donau-Alarm-Plan habe sich bewährt, resümierte Feuerwehrsprecher Matthias Fischer am Dienstag. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte bestens funktioniert habe.

Das Rote Kreuz versorgte laut Sprecherin Sonja Kellner bis in die Abendstunden am Montag in Dürnstein die Passagiere und die unverletzt gebliebenen Crew-Mitglieder. Dann wurden die spanischen Touristen mit Autobussen nach Wien gebracht. Zuvor konnten sie noch ihr Gepäck vom Schiff holen.

Von: apa