Für den Fiskus ein Geist - Einnahmen von 700.000 Euro nicht versteuert

Burggrafenamt: Schwarzes Schaf im Tourismussektor entdeckt

Mittwoch, 24. August 2022 | 12:37 Uhr

Meran – Die Meraner Finanzpolizei hat im Burggrafenamt ein schwarzes Schaf im Tourismussektor entdeckt. Einnahmen von 700.000 Euro sollen nicht versteuert worden sein. Der öffentlichen Hand ist dadurch ein Schaden in Höhe von 70.000 Euro entstanden.

Der Beherbergungsbetrieb war dem Fiskus seit 2016 gänzlich unbekannt, erläutert die Finanzpolizei. Obwohl eine Mehrwertsteuernummer sowie eine Lizenz vorlagen und der B & B-Betrieb auf diversen Buchungsportalen präsent war, soll seit Jahren keine Mehrwertsteuer entrichtet worden sein.

Die Betreiber des Tourismusbetriebs sind zudem der seit Jänner 2021 bestehenden Pflicht, eine telematische Registrierkasse zu verwenden, nicht nachgekommen. Damit können die täglichen Kassenbewegungen von der Einnahmenagentur online nachgeprüft werden. Seinen Kunden stellte der Betrieb weiterhin Steuerbelege in Papierform aus, damit diese auch keinen Verdacht schöpfen, vermutet die Finanzpolizei.

Diese kam dem nicht regulären Treiben am Ende doch auf die Schliche: Bei einer Kontrolle stellten die Beamten eine florierende Wirtschaftsaktivität fest, die aber dem Fiskus nicht mitgeteilt worden war. 700.000 Euro an Einnahmen wurden laut Finanzpolizei nicht versteuert. Dem Staat seien dadurch 70.000 Euro an Mehrwertsteuer entgangen.

Regulär abgeführt wurden allerdings die Tourismusabgabe sowie die Lohnnebenkosten der Angestellten.

Die Finanzpolizei kündigt weitere Ermittlungen und Kontrolltätigkeiten in dem Bereich an.

 

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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34 Kommentare auf "Burggrafenamt: Schwarzes Schaf im Tourismussektor entdeckt"


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Kingu
Kingu
Superredner
1 Monat 10 Tage

Ich möchte einmal wissen, wie so lächerliche Steuerlasten zusammen kommen, da wundert einen nicht, dass die Unternehmen in Südtirol nur 7 % der gesamten Steuerlast tragen. Wenn ich Einkäufe von 700.000 vorweise, würde ich als natürliche Person die volle 22 % Mehrwertsteuer zahlen. Darüber hinaus gelten in vielen Staaten die vergünstigten Mehrwehrsteuersätze auf Lebensmittel nur für natürliche Personen, jedoch nicht für gewerbliche Abnehmer.

PuggaNagga
1 Monat 10 Tage

@Kingu
Lass es. Du verwechselt was.
Die Einkommensteuer (bei der es in diesem Artikel geht) hat mit der zu entrichtenden Mehrwertsteuer überhaupt gar nichts zu tun.
Es geht nicht um Einkäufe (MwSt. /IVA) sondern um Einkommen und um Einkommensteuer .
In Italien gilt eine progressive Besteuerung des Einkommens, bis zu 45% der Einkünfte/Einkommen sind zu besteuern.

tom
tom
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Gastronomie, Hotellerie haben 10% MwSt

altmeraner
altmeraner
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Als ersten Schritt rate ich dir: google mal den Unterschied von Steuer und Mehrwertsteuer. Wenn du das verstanden hast, geh weiter mit Steuerlast usw. Irgendwann wirst du merken was du für einen Blödsinn geschrieben hast

Kingu
Kingu
Superredner
1 Monat 9 Tage

@PuggaNagga Ich kenne den Unterschied sehr wohl, jedoch lese ich mir die Artikel auch durch, bevor ich einen Kommentar hinterlasse, es steht ja im Artikel:”Dem Staat seien dadurch 70.000 Euro an Mehrwertsteuer entgangen.” Es wird sich also nicht, um die Einkommenssteuer handeln und die wäre definitiv nicht 10% bei 700.000€ Umsatz.

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage
Diese Artikel sind immer sehr oberflächlich und dienen wohl mehr dem Effekt als der Substanz. Seit 2017 insgesamt 700.000 sind 100.000 pro Jahr. Das wird wohl ein sehr kleiner Zimmervermieter gewesen sein, vielleicht ein Urlaub am Bauernhof. Die 70.000 sind auch eigenartig. Bei Gastbetriebe sind die Preise Inklusivpreise, also insgesamt 10% MWST. Dann wäre der Steuerschaden der MWST zirka € 63.636. Allerdings wahrscheinlich seit 2016 weil die Jahre davor wohl verjährt sind. Zu bedenken, diverse Einkaufsrechnungen, Strom, Gas, usw. hat er wohl mit MWST bezahlt, also fällt der Schaden geringer aus. Fehlt aber noch die Einkommenssteuer, abr sollte es ein… Weiterlesen »
info
info
Superredner
1 Monat 10 Tage

Ein dunkelschwarzes Schaf in der Herde.
Zumindest wurden die Mitarbeiter:innen ordnungsgemäß abgerechnet.
Wer zeigt mir ein weißes Schaf?

So ist das
1 Monat 10 Tage

Die gibt es vierbeinig auf den Almen 😂😂😂

Eine Lizenz und eine Mwst-Nummer? Werden keine Querkontrollen durchgeführt? 🙃

leolee
leolee
Tratscher
1 Monat 10 Tage

das ist wohl eher ein graues schaf🤔

Kinig
1 Monat 10 Tage

und genau diese schmarotzer sind daran schuld, dass die steuersätze so hoch sind, es ist einfach zum 🤮 wenn man sich überlegt, das ein lohnabhängiger bis auf den letzten cent die steuer bezahlt und so ein typ nimmt 700.000 euro ein und bezahlt gar nichts 😡

giftzwerg
giftzwerg
Grünschnabel
1 Monat 9 Tage

i glab net ,das des wos ändern wur.
wenn der stoot mehr kassiert, nocher werd holt oben mehr ausgetoalt. keine bange, der bedürftige werd trotzdem noch am hungertuch nogn. noch unten kimp nichts

PuggaNagga
1 Monat 10 Tage

Seit wann gibt es in Italien einen Steuersatz von 10%? 70.000 von 700.000€ sind 10%
Eine GmbH hat 25% an Einkommenssteuer zu entrichten, bei Auszahlungen der Gewinne an die Gesellschafter drücken die nochmals bis zu 45% ab. Ich glaube die Finanza können nicht gut rechnen.
Ich wäre sehr dankbar wenn ich auch nur 10% Steuern zahlen müsste.

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

@PuggaNagga… vielleicht wäre es gut, die eigenen Betriebswirtschaftskenntnisse aufzufrischen…. MwSt ist nicht gleich Einkommenssteuer! Die 10% beziehen sich wohl auf MwSt…bei der Einkommenssteuer muss man dann sehen, ob IRES zu Anwendung kommt oder ähnliches….. klar ist aber, man kann die Besteuerung eines Arbeitnehmers nicht mit der Besteuerung eines Betriebes vergleichen….nebenbei ist Umsatz nicht Gewinn….

Kinig
1 Monat 10 Tage

es geht um die mwst. und diese beträgt für übernachtungen und restauration 10%

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Es geht hier um die MwSt. und die ist bei Beherbergungsbetrieben 10%, diese hat er nicht abgeführt.
Da er aber keine Steuererklärung gemacht hat, müsste man die restliche Steuer, welche er schuldet, erst berechnen. Das wird die Finanzpolizei auch machen.

PuggaNagga
1 Monat 9 Tage

@Oracle
Im Artikel steht Explizit EINKOMMEN von 700.000.
Also geht es um Einkommenssteuer.
Und natürlich ist die abgabe zu entrichten. Jedes Einkommen ist zu besteuern.

Jefe
Jefe
Superredner
1 Monat 10 Tage

…nur 1 schwarze Schaf?

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 10 Tage

Wie viele solche schwarze Schafe gibt es wohl in Südtirol? Glaube es werden an die 1000 sein,welche die Schlauen spielen.Alles auf Kosten der ehrlichen Steuerzahler.

diskret
diskret
Superredner
1 Monat 10 Tage

Einfach mehr Kontrollen machen und die steuer berater auch Kontrollieren

marher
marher
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Ich mecht net wissen wiaviele schwarze Schofe es ba ins in Tourismusgschäft gib. Olm schian mitn Bleckl orbitn und schworz kassiern. Lei tians atol leicht ibertreibn.

giftzwerg
giftzwerg
Grünschnabel
1 Monat 9 Tage

wos, lei im tourismusgeschäft? de schworze schofe gibts überall a in der öffentlichkeit

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

In diesem Fall bin ich überzeugt dass es sich um einen Urlaub am Bauernhof handelt.
Die Finanzkontrolle hat festgestellt dass:
Die Orts Taxe bezahlt wurde,
die Sozialabgaben der Arbeitnehmer bezahlt wurden
und haben nur die MWST Schuld beanstandet. Folglich muss es sich um jemanden handeln der keine Irpef/Ires bezahlen muss. Da fallen mir nur wenige Kategorien ein.

Blitzle1
Blitzle1
Neuling
1 Monat 10 Tage

Schon seltsam, das sich da die Finanzbehörden nicht ein einzigesmal bei dem Betrieb gemeldet haben, normalerweise wird ein Unternehmen abgemeldet wenn es keine Umsätze generiert.
Das B& B lief ja richtig gut, mit einem Jahresumsatz von über 100 000 € seit 2016.
Da haben die Behörden wohl kein gutes Bild abgeben.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 10 Tage

Steht eigentlich im Bericht …
Das Unternehmen war gar nicht ordentlich gemeldet und sie haben’s gerade erst bemerkt.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 10 Tage

… auf jeden Fall werden sie hierdurch auf die Idee kommen zu überprüfen, ob alle tatsächlich vorhandenen Betriebe auch richtig gemeldet sind 🙂

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Wenn jemand die halbe Zeit schwarz kassiert dann ist dies unfair gegenüber Berufsgruppen die halbwegs korrekt arbeiten (meine Meinung).  
Allerdings sind manchmal die Schwarzgelder der Grund dass man eine Gewinnspanne hat. 
Wie mir ein Milchbauer sagte zum Thema Existenzangst der Bauern: “Wenn man manchmal ein paar Liter Milch nur so kassieren könnte wär dies auch schon was, schließlich kenne ich dies von den Maurerstunden an den Samstagen…”

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 10 Tage

Handwerker haben’s von Natur aus leichter, etwas nebenher zu verdienen als Händler, das ist klar.
Jeder kann’s versuchen, darf sich dann aber nicht darüber beschweren, wenn sie ihn erwischen.

Ich hab’s bisher zu vermeiden versucht, in meinem Job ist das aber auch eh nicht so einfach.

ivo815
ivo815
Kinig
1 Monat 10 Tage

Dass es 6 Jahre gebraucht hat, bis die Finanzpolizei reagiert hat, ist mehr als nur ein Armutszeugnis

kleinerMann
kleinerMann
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Wenigstens wurden die Angestellten nicht geprellt ! Ansonsten: und täglich grüßt das Murmeltier !

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 9 Tage

herausgepickt aus Vielen.

Staenkerer
1 Monat 9 Tage

jo, a schworzes schof von de vielen schworzen in der gefleckten herde hot man außergepickt ….

Savonarola
1 Monat 10 Tage

Herr Pinzger, ist das einer ihrer Schäflein?

magari
magari
Superredner
1 Monat 9 Tage

700.000 Euro an Steuern nicht bezahlt?
Solche Personen gehören hinter Gitter!

Markuskoell
Grünschnabel
1 Monat 9 Tage

wenn da einer noch die Gehälter und und abzieht dann bleibt dem Betreiber fast nix
Ist sicher nur 1-2 Zimmer betrieb 😂

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