Zahlreiche Einsätze

Carabinieri aus Südtirol am Oktoberfest: Aus Freundinnen wurden Furien

Dienstag, 04. Oktober 2022 | 17:00 Uhr

Bozen – Jene Carabinieri-Beamten, die gemeinsam mit den bayrischen Polizeibehörden für Sicherheit auf dem Oktoberfest gesorgt haben, sind gestern Abend aus München zurückgekehrt.

Die Carabinieri standen zwei Wochenenden sowie am gestrigen Feiertag im Einsatz. Das Wetter, das sich nicht immer von seiner freundlichsten Seite zeigte, und die vielen Überstunden, haben die Carabinieri nicht abgeschreckt. Im Gegenteil: Für sie gab es alle Hände voll zu tun.

Sie waren immer dann gefragt, wenn italienischsprachige Personen involviert waren. Meist handelte es sich um Streitfälle unter Touristen oder um solche zwischen Touristen und Sicherheitspersonal. Außerdem war es zu Schlägereien und zu Belästigungen in trunkenem Zustand gekommen.

Besonders absurd war der Fall zweier Freundinnen, die mit derselben Reisegruppe aus Italien nach München gekommen waren. In trunkenem Zustand wurden die beiden handgreiflich und gingen aufeinander los. Eine von ihnen musste mit einem Jochbeinbruch ins Krankenhaus gebracht werden. Die zweite wurde von den Carabinieri gestoppt. Letztendlich verzichtete das Opfer darauf, Anzeige zu erstatten und die beiden Freundinnen kehrten nach Hause zurück, ohne dass der Vorfall weitere Konsequenzen nach sich zog.

Die Carabinieri haben auch vielen Gästen aus Italien erklärt, welche strafrechtlichen Konsequenzen ihnen für bestimmtes Verhalten in Deutschland drohen. So hatten einige etwa geringe Mengen an Drogen bei sich. In Deutschland wird auch der persönliche Konsum mit höheren Geldstrafen geahndet. Nur wenige Gramm sind ausreichend, um ein Strafverfahren auszulösen und die Nacht in einer Zelle zu verbringen.

In München sollte man außerdem die Aufforderung eines Polizeibeamten, einen bestimmten Ort zu verlassen, nicht ignorieren. Dies gilt nämlich als Missachtung des Gesetzes: Die Betroffenen werden in Handschellen abgeführt und identifiziert. In der Folge kommt es zum Prozess. Betrunkene werden einem Alkoholtest unterzogen, um ihre Zurechnungsfähigkeit zu bestimmen.

Glücklicherweise konnten durch den Einsatz der Carabinieri bereits viele Situationen im Vorfeld entschärft werden. Dass die Sprachbarriere wegfiel, war für viele italienischsprachige Besucher des Oktoberfests sicher hilfreich.

Neben Polizeibeamten und Carabinieri aus Südtirol und Italien haben mit den deutschen Behörden wegen der vielen Gäste aus dem Ausland auch Vertreter der französischen Gendarmerie zusammengearbeitet.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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Onkel
Onkel
Tratscher
2 Monate 4 Tage

Die haben doch sicher gratis in München ausgeholfen.Oder geht das auf kosten der italienischen Steuerzahler?

Mikeman
Mikeman
Kinig
2 Monate 4 Tage

Oh mein Gott,da werden ganz andere Summen in Italien wegen nix und wieder nix auf Kosten der Steuerzahler verpulvert,denk man an Politiker die das ganze Jahr ordentlich verdienen ohne kaum ein Cent an Leistung zu stemmen 😂

Rationalist
Rationalist
Grünschnabel
2 Monate 4 Tage

Man wird sich doch noch untereinander helfen können! Ich bin mir sicher wir könnten im Notfall auch auf deutsche Polizisten, Feuerwehrmänner ect. zählen können

Rudolfo
Rudolfo
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

@Onkel…das nennt man Amtshilfe

Sara Lea
Sara Lea
Tratscher
2 Monate 4 Tage

@Onkel, Sie haben wahrscheinlich Ihre Post nicht geöffnet, wo Ihnen mitgeteilt wurde, dass Sie persönlich die Amtshilfe der Bozener Polizei auf dem Oktoberfest zahlen müssen. 🤷‍♂️ Das Dankesschreiben der Bozener 👮‍♂️👮‍♂️ geht Ihnen in den Nächsten Tagen zu. ❤

Savonarola
2 Monate 4 Tage

qui non siamo in italia ma si parla italiano

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
2 Monate 4 Tage

@Onkel
“Sie waren immer dann gefragt, wenn italienischsprachige Personen involviert waren. ”
somit haben sie wohl hauptsächlich italienischen Steuerzahlern weitergeholfen, welchen Unterschied macht es auf welchen Boden sich das abspielt ?

andr
andr
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

Ein wunderschönes Volksfest

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

Gottlob ist dieses weltweit grösste Massenbesäufnis zu Ende.

OrB
OrB
Kinig
2 Monate 4 Tage

Ein überaus fragliches Saufevent.
Der Gewinn sollte in die Alkoholprävention fließen.

marher
marher
Universalgelehrter
2 Monate 4 Tage

Ich finde die grenzüberschreitende Polizeiaktion sehr gut. Und wenn einer glaubt der Dienst auf der Wiesn ist nur ein Butterschlecken der irrt gewaltig. Es ist ein Volksfest wo zum Teil nur gesoffen wird wo am Ende nur der Umsatz zåhlt. Und meistens sind es die Frauen die nach einem långeren Bierzeltaufenthalt die Frischluft gar nicht gut vertragen.

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