438 Eltern und 220 Kinder in Nord- und Südtirol

Corona – Studie belegt emotionale Folgen bei Kindern

Mittwoch, 13. Januar 2021 | 13:40 Uhr

Eine noch laufende Studie der tirol kliniken und der Medizinischen Universität Innsbruck belegt emotionale Beeinträchtigungen bei Kindern durch die Coronakrise. Die erste Befragung von 438 Eltern und 220 Kindern im Juni 2020 ergab, dass beispielsweise Aggressionen und Symptome wie Kopfweh zunahmen.

Mädchen sind es außerdem, die etwa Probleme mit dem Durchschlafen haben, teilte die am Landeskrankenhaus Hall beschäftigte Klinische- und Gesundheitspsychologin Silvia Exenberger-Vanham am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck mit. Bei Buben ab sieben drücke sich die Belastung durch die Corona-Maßnahmen und die Quarantäne hingegen vor allem durch Zorn und Wut aus, führte Exenberger-Vanham aus, die auch als Studienleiterin fungiert.

Während bei Mädchen darüber hinaus auch Symptome wie Übelkeit erhoben wurden, waren es bei Kindern im Kindergartenalter vornehmlich Rückzugs-Tendenzen. “Das haben wir vor allem verstärkt in Südtirol festgestellt, wo die Corona-Schutzmaßnahmen länger und intensiver waren”, sagte Exenberger-Vanham in diesem Kontext. Für die zweite Befragungsphase der Studie, die seit 14. Dezember läuft und bis 31. Jänner dauert, erwarte man sich in Nordtirol ähnliche Ergebnisse.

Vor allem auch deshalb, weil Ereignisse und Unsicherheiten kulminieren, wie Kathrin Sevecke, Primaria der Abteilung und Direktorin der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Hall und Innsbruck, betonte. “Schulschließungen und Lockdows bleiben natürlich nicht folgenlos”, meinte Sevecke, die ebenfalls an der Studie beteiligt ist. Mit weiteren psychopathologischen Symptomen sei definitiv zu rechnen, strich sie heraus.

Allein in Hinblick auf dem Zeitraum könne man bei den emotionalen Beeinträchtigungen der Kinder bereits jetzt schon von “chronisch” sprechen, betonten beide Beteiligten. Der Trend zur Aggression setze ich “auch nach drei Monaten fort”, führte Exenberger-Vanham aus. Über einen Kamm scheren dürfte man die Situation aber dennoch nicht, ergänzte Sevecke. “Vieles hängt auch von den familiären Bedingungen und von der emotionalen Stabilität der Eltern ab”, erläuterte sie.

Von: apa

Bezirk: Bozen

Kommentare

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20 Kommentare auf "Corona – Studie belegt emotionale Folgen bei Kindern"


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PuggaNagga
8 Tage 19 h

Das sind die Folgen von den Lockdowns und nicht Corona!
Also haben wir zukünftig Unmengen von psychisch kranken Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft!
Wunderbar sage ich nur. Herzlichen Dank und Gratulation den Zuständigen…

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
8 Tage 19 h

a nit durch corona? von wos woren donn die lockdowns? nit wegen corona oder?

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
8 Tage 18 h

dass finanzielle Unsicherheit Folgen hat, da stimme ich zu…bezgl. lockdown..sehe ich in meiner Familie (auch bei den Kindern ) keine Veränderung…boh..hat vielleicht auch mit den Eltern zu tun

PuggaNagga
8 Tage 17 h

@So sig holt is
Na.
Wer sog Lockdown isch die Lösung?
Es hot schun schlaue Kepf (Profis) gebn de gsog hobn die Folgen von den Lockdowns sein schwerwiegender als des Virus selbst!
Leider heart man von de Leit in die offiziellen Medien nichts.

Sag mal
Sag mal
Kinig
8 Tage 4 h

PuggaNagga dabei wollte man Das verhindern indem man Egoismus gepredigt hatt.😅

Lorietta12345678
8 Tage 19 h

Das sind die Folgen manch überängstlicher Erwachsener. Meine 3 Kinder sind nicht ängstlich, da ich es auch nicht bin. Ein Lehrer meiner Kinder hat tatsächlich in der Klasse verkündet, dass die Kinder daran Schuld sind, wenn sie nicht immer Maske tragen, dass Oma und Opa stirbt. 🥺 Da ich ihnen nie Angst machte und wir mit drm Thema recht locker umgehen, hatten sie kein Problem mit dieser Aussage, haben sie nur belächelt. Andere Kinder hat dies schwer getroffen.

Trina1
Trina1
Superredner
8 Tage 19 h

Lorietta, alles hat eine Grenze, so eine Lehrperson gehört suspendiert!!

Lois L.
Lois L.
Neuling
8 Tage 16 h

Nein das sind nicht die Folgen von überängstlichen Erwachsenen. Von den Kindern wird erwartet, dass sie über einen für sie sehr langen Zeitraum ihre Bedürfnisse unterdrücken. Das Resultat ist, dass diese Bedürfnisse verschwinden, weshalb diese Störverhalten sichtbar werden. Das was wir sehen ist nur die Spitze des Eisberges, ich wage es nicht, das zu bagatellisieren. Leider lässt sich mit Kindern kein Geld verdienen, sonst hätten sie einen anderen Stellenwert…. Und ja, natürlich hilft es nicht wenn die Eltern überängstlich sind, das macht es für die Kinder nicht besser.

Herri
Herri
Neuling
8 Tage 16 h

Da wurden sicher auch Coronaleugner befragt..
Was haben die wohl geantwortet🤔
Meinen Kindern geht es bestens.
Ich habe so meine Zweifel an einer solchen Umfrage.

Lois L.
Lois L.
Neuling
8 Tage 15 h

Einige wird es sicher härter treffen als andere. Meiner Meinung nach hat das auch mit dem Lebensstil ausserhalb der Lockdowns zu tun. Für Kinder, die einen aktiven Lebensstil pflegen und viele soziale Kontakte haben sind Lockdowns eine große Herausforderung, da ihr Leben komplett umgekrempelt wird. Für Kinder, die sagen wir Mal so: anderen in der Digitalisierung voraus sind hat das eher weniger Folgen. Und außerdem, jeder geht mit Krisen anders um

sunshine
sunshine
Superredner
8 Tage 19 h

Das war vorhersehbar und es ist immer noch kein Ende in Sicht.

rm8882
rm8882
Neuling
8 Tage 19 h

die “kollateralschäden” der lockdowns werden im astronomischen masse höher sein als die durch den virus verursachten schäden sein. Es gibt schon studien dazu. 

Do Teldra
Do Teldra
Tratscher
8 Tage 18 h

Des stimp… I we a olba aggressiva… 🤛🤜👊

Trina1
Trina1
Superredner
8 Tage 13 h

Do Teldra, trink an Baldriantee mit an bissl Schnops, und wenn dir der Kopf weah tuat reibschn in mit Kompfer des hilft.

halihalo
halihalo
Tratscher
8 Tage 18 h

an manchen sensiblen kindern wird das alles sicherlich nicht spurlos vorbeigehen…diese Lockdowns haben gar nichts gebracht auser noch mehr Leid und ich finde es egoistisch von den Erwachsenen wenn man anfängt den kindern und Jugendlichen soziale kontakte zu verwehren…wir durften auch alle unsere Freiheiten erleben warum unsere kinder nicht ?

Monkur
Monkur
Grünschnabel
8 Tage 14 h

Die armen Kinder, wir haben mir unserer Tochter auch viel gesporchen und ängstlich wird sie nur dann, wenn sie mitbekommt, dass wider vom Lockdown die Rede ist. 

Aber wie man aus bestimmten anderen Artikeln liest, sind die Kinder auch für viele Erwachsene keinen Pfifferling wert, den anstatt alles zu tun, das wider einigermaßen Normalität einkehrt, wird verweigert wo es geht….

Trina1
Trina1
Superredner
8 Tage 13 h

Monkur, das stimmt !

traktor
traktor
Universalgelehrter
8 Tage 14 h

die kinder wollen nicht mehr vom haus….

DontbealooserbeaSchmuser
8 Tage 12 h

Die Kinder wollen endlich wieder normal ihre Jugendzeit leben können!
Ein Jahr lang sinnlose Maßnahmen und wir sind am selben Punkt, es reicht!

Dragon23
Dragon23
Neuling
8 Tage 2 h

Die Moral mancher Leute ist unabhängig von Covid19 schon lange
auf der Strecke geblieben. Geld hat leider schon immer die Welt regiert. Manche Raffzähne ob in Politik Pharmakonzerne u.ä. nehmen skrupellos Verluste vieler Familien in Kauf. Wenn es ums Geld geht gehen sie wie man schön sagt über Leichen. Des anderen Leid ist des anderen Freud!

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