Erhebliche Verzögerungen

Coronavirus – 80 Kilometer Stau am Brenner wegen Grenzkontrollen

Donnerstag, 12. März 2020 | 06:15 Uhr

Auf der italienischen Seite des Brenners hat sich am Mittwoch ein rund 80 Kilometer langer Lkw-Stau bis nach Bozen gebildet. Der Stau sei bedingt durch die am Mittwoch eingeführten Grenzkontrollen an der österreichisch-italienischen Grenze, bestätigte die Verkehrsmeldezentrale Bozen einen Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa gegenüber der APA.

An manchen Stellen sei der Verkehr zwar flüssiger, dennoch komme es zu erheblichen Verzögerungen, hieß es. Die Grenzkontrollen wurden Mittwochmittag als Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus in Österreich eingeführt. Neben dem Brenner werden in Tirol nun auch die Grenzübergänge am Reschenpass und in Sillian in Osttirol kontrolliert.

Kompatscher telefoniert mit Nehammer

Nachdem am Mittwoch mit den Grenzkontrollen an den österreichisch-italienischen Grenzen in Tirol begonnen wurde, zeigt der Südtiroler Landehauptmann Arno Kompatscher “Verständnis” für die von Österreich ergriffenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Epidemie. Er werde sich für Kontakte zur Regierung in Wien bei der Suche nach “umsetzbaren und tragbare Lösungen” einsetzen.

lpa

Am Mittwochabend bildeten sich lange Lkw-Schlangen vor der Brenner-Grenze. Kompatscher kontaktierte deswegen Innenminister Karl Nehammer. Dieser habe “sofortige Lösungen” versprochen, sagte Kompatscher nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Für Grenzgänger, die aus beruflichen Gründen, die Grenze überschreiten müssen, seien die Kontrollen “beschränkt und vereinfacht”.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal