"Wir müssen Bayern undDeutschland überzeugen"

Tirol: LH Platter optimistisch für Aufhebung der Reisewarnung

Donnerstag, 01. Oktober 2020 | 15:15 Uhr

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) erhofft sich eine Aufhebung der deutschen Reisewarnung für sein Bundesland in “einigen Wochen”. “Ich bin grundsätzlich ein optimistischer Mensch und hoffe, dass die Situation in diesem Zeitraum beseitigt ist”, sagte er am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Rahmen der EVTZ-Vorstandssitzung der Euregio-Landeshauptleute in Stams.

Man hat in der Europaregion Tirol, bestehend aus Tirol, Südtirol und dem Trentino, laut Platter eine klare, einende Vorstellung: “Wir wollen, dass nicht nur die Inzidenzzahlen ein Gradmesser für eine Reisewarnung sind”. Es gelte schließlich etwa auch Faktoren wie “Testanzahl” und “Hospitalisierungen” stärker zu berücksichtigen, so der Tiroler Landeshauptmann. Man müsse Bayern und Deutschland überzeugen, dass “der Weg der Reisewarnung nicht ideal ist”. Diesbezüglich sei beispielsweise Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in Kontakt. Auch mit dem deutschen Robert-Koch-Institut stehe man in Austausch bezüglich Reisewarnungs-Faktoren, betonte Platter.

Als Euregio habe man sich jedenfalls das Ziel gesetzt “untereinander keine gegenseitigen Reisewarnungen auszusprechen”, strich Platter heraus. Es gebe stattdessen ein “gemeinsames Bemühen die Pandemie zu bekämpfen”, betonte er.

Eine Haltung, die auch der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) nachdrücklich teilte: “Diese Krise lässt sich nicht durch Alleingänge bewältigen”. Der richtige Weg für die Regionen sei ein “objektives, geeintes Vorgehen”, meinte Kompatscher. Auch der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti (Lega) beschwor dieses gemeinsame Agieren: “In schwierigen Zeiten ist ein intensiver Austausch wichtig, damit die Notsituation überwunden werden kann.”

Neben dem Vorgehen in Sachen Coronavirus-Pandemie standen darüber hinaus Themen wie das “Ticket Euregio Plus” oder die gemeinsame Wasserstoffstrategie auf der Tagesordnung der Landeshauptleute. Auch auf einen gemeinsamen Euregio-Internetauftritt konnte man sich verständigen. Zudem werde man bis 2024 eine Million Euro für die Entwicklungshilfe in Uganda und Tansania in die Hand nehmen. Von insgesamt 51 Projekten seien nunmehr jedenfalls bereits 14 Projekte “in Angriff genommen”, betonten die Landeschefs der Europaregion Tirol unisono.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Tirol: LH Platter optimistisch für Aufhebung der Reisewarnung"


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hefe
hefe
Superredner
24 Tage 5 h

Wieso sollte bei Euch Nordtiroler eine Ausnahme gemacht werden???? Ihr habt im Feühsommer ja auch die Südtiroler schikaniert, obwohl Südtirol hatte nie so hohe Zahlen hintereinander..

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Tratscher
24 Tage 5 h

Corona ist zweifellos ernst zu nehmen. Doch ein Trauerspiel ist es, dass für diese Reisewarnungen immer nur der Infiziertenindex als Grundlage hergenommen wird. Infiziert ist nicht gleich krank! Wenn man Symptomlose genauso intensiv auf andere ansteckende Erkrankungen testen würde, wer weiß was dabei heraus käme! Dann dürften wir vor lauter Hepatitären etc gar nicht mehr vor die Haustüre.

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
24 Tage 4 h

Bist Du ein Ischgler?

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Tratscher
23 Tage 9 h

Nein, ein Faktengecker

Faktenchecker
Faktenchecker
Universalgelehrter
24 Tage 4 h

Er kann Deutschland nur mit sinkenden Zahlen überzeugen.

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
23 Tage 14 h

A der platter möchte bayern und Deutschland überzeugen,…… Er wünscht sich also gnade, wo er es doch ist, der seinen Nachbarländern wann immer möglich, so fest wie möglich auf die Füße tritt, siehe transit und corona im Frühjahr. Ich für meinen Teil werde in nordtirol nicht mehr Urlaub machen

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