Die Busfahrerin konnte alle Schüler und sich selbst in Sicherheit bringen

Das wird teuer: Zug rast in liegengebliebenen Schulbus

Mittwoch, 16. September 2015 | 14:20 Uhr

Hedendorf – Es passierte am Mittwochmorgen kurz nach 8.00 Uhr. Auf der Höhe von Hedendorf, im Landkreis Stade in Niedersachsen, raste ein Regionalzug auf einen Schulbus zu, der auf dem Bahnübergang liegengeblieben war.

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Trotz einer Notbremsung des Zuges kam es zu einem heftigen Zusammenstoß. Nach bisherigen Erkenntnissen gab es bei dem Vorfall nur einen Leichtverletzten.

Alle Schüler hatten den Bus rechtzeitig verlassen. Die 23-jährige Busfahrerin hatte schnell reagiert und die sofortige Räumung des Busses veranlasst.

Marvin Schulz saß in dem Schulbus und hat den Unfall mit seinem Handy gefilmt: "Als wir dann auf dem Bahnübergang standen, hat irgendwie das Gelenk des Busses blockiert. Und der konnte dann nicht weiterfahren. Und kurze Zeit später näherte sich dann halt ein Zug, ein Metronom in diesem Fall. Und dann entstand halt große Panik und wir mussten den Bus evakuieren. Und dann ist der Zug leider da reingefahren."

Der Gelenkbus war nach ersten Erkenntnissen auf der schmalen Straße derart stark eingeknickt, dass das ganze Fahrzeug blockierte und der Motor sich abschaltete.

Es war offensichtlich auch nicht mehr möglich, das Fahrzeug neu zu starten. Der durch den Aufprall entstandene Sachschaden wird auf über 300.000 Euro geschätzt. Die Bahngleise wurden für mehrere Stunden gesperrt.

Von: Reuters