Schockierende Bluttat

Der Killer-Fußballer hat auch für Bozen gespielt

Sonntag, 28. August 2022 | 09:57 Uhr

Bozen – Der Fußballer Giovanni Padovani hat in vergangenen Tagen traurige Berühmtheit erlangt. Rein aus sportlicher Sicht war er einer von vielen und spielte vorwiegend für Serie D-Vereine – unter anderem auch für Virtus Bozen. Der 27-Jährige, der in Senigallia in der Provinz Ancona geboren wurde, soll allerdings in Bologna seine Ex-Freundin Alessandra Matteuzzi mit einem Schläger getötet haben.

Die 56-Jährige lag am Boden in einer Pfütze aus Blut in einer Vorhalle im Gebäude, wo sich ihre Wohnung befand, und hatte eine tiefe Kopfverletzung. Anrainer hatten den Notruf gewählt. Kurze Zeit, nachdem sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde, ist die Frau verstorben.

Gegen Padovani wird nun wegen erschwerter Tötung ermittelt. Er soll Alessandra Matteuzzi vor ihrer Wohnung aufgelauert haben. Als sie ihn fortschicken wollte, packte er sie laut ersten Rekonstruktionen und zerrte sie in die Vorhalle, wo er zuschlug.

Obwohl Alessandra Matteuzzi den 27-Jährigen in der Vergangenheit wegen Stalkings angezeigt hatte, hatten die Behörden kein Annäherungsverbot erlassen. Am Dienstag hat Padovani extra einen Flug von Sizilien nach Bologna genommen und suchte seine Ex-Freundin auf, um sie dann zu töten.

Das Verbrechen wirft auch einen Schatten nach Südtirol. In der Saison 2016 und 2017 war Giovanni Padovani mittlerer Verteidiger bei Virtus Bozen, berichtet Alto Adige online. „Ich bin fassungslos“, kommentiert Franco Murano den grausamen Frauenmord.

Luca Lomi, der damalige Trainer, erinnert sich an Padovani: „Innerhalb der Mannschaft hat er ein gutes Benehmen an den Tag gelegt. Er hatte einen ruhigen Charakter und eine große Lust, zu arbeiten. Die Tat, für die er sich nun verantwortlich gemacht hat, ist abstoßend und für sie gibt es keine Rechtfertigung.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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23 Kommentare auf "Der Killer-Fußballer hat auch für Bozen gespielt"


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offnzirkus
offnzirkus
Superredner
1 Monat 5 Tage

Vielleicht hätte diese Tat verhindert werden können, wenn gestalkte Frauen endlich ernst genommen würden. Zuerst muss immer jemand zu Schaden kommen bevor die Exekutive etwas unternimmt. Dann ist es allerdings zu spät!

WeHaveAProblem
WeHaveAProblem
Superredner
1 Monat 4 Tage

@offnzirkus Die Frage ist, wie man das anstellen soll? Hilft eine Zwangstherapie? Lebenslänglich wegsperren geht auch nicht. Die Lösung ist nicht so einfach…

Kingu
Kingu
Superredner
1 Monat 4 Tage

@offnzirkus War nicht vermeidbar, zumindest aus Sicht der Carabinieri und sonst rechtlich nicht, man kann ein Betretungsverbot aussprechen und Annäherungsverbot, wird aber nichts bringen, wenn einer der Parteien den Wille zu töten hat. Es gibt keine Schutzhaft für potenzielle Täter und es werden auch keine Beschattungen durch Exekutive durchgeführt.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@WeHaveAProblem Genau so ist es! Das funktioniert nicht, da man unzähligen Unschuldigen Sanktionen auferlegen würde die nicht angebracht und überzogen wären. Es gibt so gut wie keine Lösungen dafür. Viele glauben man kann irgendwie alles verhindern, das ist ein IRRTUM!

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 4 Tage

@WeHaveAProblem
Solche Fälle könnten verhindert werden wenn Italien den Vorschlag von @ietztuets umsetzen würde, Elektronische Fußfesseln könnten auch in vielen anderen Fällen eingesetzt werden, anstatt jemand ins Gefängnis zu stecken, denn die Kosten betragen nur ca. ein fünftel von einem Gefängnisaufenthalt

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Kingu Derlei Massnahmen wären niemals durchführbar!

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 4 Tage

@N.G.
Vor nicht allzulanger Zeit gab es doch auch Sanktionen (Lockdown) auch für unzählige Unschuldige, da warst du noch voll dafür, um zu verhindern dass jemand krank wird oder gar stirbt, also müsste doch auch ein ‘Lockdown’ für einzelne Personen (Stalker, potenziell gefährliche..) möglich sein um so etwas zu verhindern

WeHaveAProblem
WeHaveAProblem
Superredner
1 Monat 4 Tage
@Pyrrhon Elektronische Fußfessel brauchst du keine, hast ja ein Smartphone, das ist im Prinzip das Gleiche. 😉 Aber mal ganz ehrlich: Solche Taten werden sich nie zur Gänze verhindern lassen, so traurig das auch ist. Wenn jemand einen anderen Menschen umbringen will, dann wird er immer irgendwo Mittel und Wege finden. Man muss daher an anderer Stelle ansetzen, dass es gar nicht so weit kommt. Du wirst jemanden, der nicht einsieht, dass er ein Problem hat, niemals dazu bringen, eine Lösung zu suchen. Diese Menschen sind leider krank im Kopf. Das würde sich weder mit einer Fußfessel, noch mit einem… Weiterlesen »
ahso
ahso
Neuling
1 Monat 5 Tage

che matto wegen so einer Alten

Willi I.
Willi I.
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ja wie meinst du denn das @ahso?
Hättest du mehr Verständnis wenn es eine junge gewesen wäre, oder meintest du dass die “Alte” (als abschätziger Ausdruck für Frau/Freundin) nicht mal so schade wäre getötet zu werden?
Oder bist du der Meinung dass diese “Alte” grundsätzlich nicht schade ist erschlagen zu werden?

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 4 Tage

ahso, so eine abschätzende Aussage! Kranke Beziehungen kennen kein Alter!

Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 4 Tage

@Willi I. Bravo ein Lob für dich!

Rudolfo
Rudolfo
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ist das dein Zweitnick ? Diese miese Einstellung kommt mir irgendwie bekannt vor.

ANTONIO
ANTONIO
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Nicht nur eine schreckliche sondern auch eine sehr dumme Tat..Wie kann so ein junger gutaussehender Mann einfach nur sein Leben wegwerfen ? Ich kann es einfach nicht verstehen..🙈

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 4 Tage

Wie so viele scheinst dann auch du nicht zu verstrhen das es inzwischen sehr oft einfach nur psychische Probleme bis hin zu Krankheiten der Grund sind die Täter zu ihren Taten treiben. Und warum kannst du es nicht verstehen? Weil du gesund bist!
Der Mann war oder ist definitiv krank. Ansonsten macht man sowas nicht! Wer ist in dem Alter einer so viel älteren Frau sozusagen höhrig? Aus SEINER Sicht!? Umgekehrt kann man aber auch fragen, was bewog die Frau ein Verhältnis mit diesem Mann einzugehen!?

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 4 Tage

@N.G. du warst neulich verwundert über die Tippfehler eines anderen Kommentarschreiber.. du siehst den Splitter in den Augen der anderen aber den Balken in deinen Augen bemerkst du nicht ? 🙄

ieztuets
ieztuets
Superredner
1 Monat 5 Tage

Habe ich auch schon gesagt… bei der 1. Anzeige und/oder Gewaltausübung Fußfesseln und Annäherungsverbot und viel höhere Strafen!

Summer
Summer
Superredner
1 Monat 4 Tage

Fussfessel klingt absolut vernünftig, vor allem wenn man der gestalkren Person auch den Zugang zur Peilung geben würde.
Dies ist zwar auch keine absolute Garantie, dass Femizide unterbunden werden, aber sicher sehr hilfreich.
Höhere Strafen bringen gar nichts, denn das lässt diese Psychopathen offenbar nicht zurückschrecken.

fingerzeig
fingerzeig
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

killerfußballer… klingt wie killerhai… die zeit in der wir grad leben, ist ein eldorado für *schreiberlinge*

Wunder
Wunder
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Was heißt denn bitte “erschwerte Tötung ”???
Das ist dich vorsätzlicher Mord….
Außerdem wiedervein Frauenmord, der verhindert hätte werden können.
Stoppt Gewalt an Frauen!!!!
Stoppt Gewalt überhaupt!!!

Pyrrhon
Pyrrhon
Superredner
1 Monat 4 Tage

@Wunder
Wenn jemand eine Person aufsucht mit dem Vorsatz sie zu töten und diese dann umbringt dann ist es Mord, dafür gibt es auch mal Lebenslänglich, wird das Opfer z.B. bei einem Streit verletzt und der Täter nimmt in kauf dass das Opfer stirbt, ist es erschwerte bzw. vorsätzliche Tötung, die Strafe dafür ist etwas milder, ein guter Anwalt schwächt das ab auf fahrlässige Tötung, die Strafe fällt dann noch milder aus, ein ‘ganz guter’ Anwalt wird auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren..

Soley
Soley
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Ein Annäherungsverbot bringt insofern etwas, als dass die Polizei sofort tätig werden kann und muss, wenn die Frau sich meldet.
Bei toxischem Verhalten mit Stalking geht es nicht um Liebe. Es geht um Macht.

Faktenchecker
1 Monat 3 Tage

“Der Killer-Fußballer” Wir leben in einem Rechtsstaat. Bis zu einer Verurteilung vor Gericht gilt die Unschuldsvermutung.

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