Als nächstes werden die Antikörper an Zellkulturen getestet

Deutsche Forscher wiesen Antikörper gegen Coronavirus nach

Dienstag, 05. Mai 2020 | 21:53 Uhr

Bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus haben deutsche Wissenschafter Antikörper nachweisen können, die das Virus am Eindringen in Zellen hindern. “Das ist eindeutig ein Durchbruch, der zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19”, sagte Luka Cicin-Sain vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung der “Braunschweiger Zeitung”.

Cicin-Sain und sein Team haben dem Bericht zufolge 6.000 verschiedene künstlich hergestellte menschliche Antikörper analysiert. Dabei fanden die Forscher mehr als 750 Antikörper, die an das Coronavirus andocken – eine Voraussetzung dafür, den Erreger erfolgreich zu bekämpfen. Nun werden die Antikörper an Zellkulturen auf ihre Wirksamkeit getestet.

Ziel der Wissenschafter ist keine Impfung sondern ein Arzneimittel, um schwerkranke Corona-Patienten akut zu behandeln: “Das Wirkprinzip, mit dem wir arbeiten, ist die sogenannte Passiv-Immunisierung”, sagte Stefan Dübel von der Technischen Universität Braunschweig. “Die Wirkung tritt sofort ein: Die Antikörper nehmen dem Virus das Potenzial.”

Die Suche nach dem besten Antikörper-Kandidaten für ein späteres Medikament solle noch bis Mitte Juni fortgesetzt werden, sagte Thomas Schirrmann von dem an dem Projekt beteiligten Biotech-Unternehmen Yumab. Dann gelte es den Favoriten “auf Herz und Nieren” zu prüfen und die Entwicklung für die klinische Praxis vorzubereiten. “Unsere Vision ist, dass im Herbst die ersten Corona-Patienten mit dem Medikament behandelt werden”, sagte Schirrmacher.

Von: APA/ag.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Deutsche Forscher wiesen Antikörper gegen Coronavirus nach"


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Zugspitze947
Zugspitze947
Universalgelehrter
29 Tage 17 h

Wow ein großes Kompliment für diese Anstrengungen. Man sieht der Kampf ist im Gange , ein Medikament bzw. Impfstoff wird kommen,fragt sich nur wie schnell ? Jedenfalls muss sichergestellt werden dass ALLE Länder und Bevölkerungsschichten es bekommen und nicht DIE  welche am besten dafür bezahlen wie bei TRUMPL ;-(

berthu
berthu
Superredner
29 Tage 16 h

Daß es dann ALLE NICHT bekommen, ist so sicher wie bei der Nahrung.Gerade wir Europäer importieren doch soo viele, auch nicht notwendige, Lebensmittel aus Armen Ländern, wissend daß dort unter schlimmsten gesundheitlichen und menschlichen Bedingungen die Bevölkerung dafür versklavt wird. Eher wird dazu noch der funktionierende Lebensmittelhandel dort durch fragliche Exporte zerstört, als daß man denen wirklich hilft

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
29 Tage 12 h

@Berthu….da haben sie aber elegant den Bogen zum Lebensmittelhandel gespannt, leider aber Thema verfehlt. Übrigens, was war zuerst da, das Huhn oder das Ei ? soll heißen, kaufen wir was angeboten wird oder liefert der Handel, was nachgefragt wird ? Ja, stimmt, habe das Thema auch verfehlt.

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
29 Tage 12 h

Mehrere führende europäische biopharmazeutische Unternehmen, wie z.B. die CureVac AG im schwäbischen Tübingen, haben Angebote des blond Gewellten bereits abgelehnt und öffentlich erklärt, dass es ein Impfstoff für die ganze Welt wird, wenn er dann gefunden wird. Glücklicherweise für alle, die ihre Hoffnungen auf einen Erfolg setzen, das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Mitbegründer von SAP, dem Weltmarktführer für Unternehmenssoftware, Dietmar Hopp. Ein weiterer finanzstarken Partner ist die Linda & Bill Gates Stiftung. Allein diese zwei Namen brauchen das Geld des US 🤡 mit Sicherheit nicht.

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