Den Polizisten ist kein ähnlich gelagerter Fall bekannt

Deutsche Mutter verkaufte ihren Sohn an Pädophile

Donnerstag, 11. Januar 2018 | 18:19 Uhr

Es ist ein Fall, der auch hartgesottene Ermittler zutiefst erschüttert. “In dieser Dimension ist mir kein vergleichbarer Fall in Baden-Württemberg in Erinnerung”, sagte Horst Haug, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA). Eine Mutter soll ihren inzwischen neun Jahre alten Sohn zusammen mit ihrem pädophilen Lebensgefährten sexuell missbraucht und das Kind vielfach an andere Pädophile verkauft haben.

Mehr als zwei Jahre dauerte das Martyrium, in dem am Ende auch ein Pädophiler mit Tötungsfantasien auftauchte und bei dem ein Bundeswehrsoldat der deutsch-französischen Brigade im Elsass als Tatverdächtiger geführt wird. Insgesamt sollen es mindestens sechs Verdächtige gewesen sein, die das Kind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Freiburg und des LKA “vielfach” missbraucht und vergewaltigt haben sollen.

Ohne den Hinweis eines anonym gebliebenen Zeugen könnte das spätestens im Jahr 2015 begonnene Leiden des Kinds womöglich noch andauern. Als am 10. September allerdings dieser anonyme Hinweis kam, handelten die Ermittler schnell: Sie identifizierten die im Raum Freiburg wohnende 47-jährige Mutter des Kindes und deren wegen Pädophilie vorbestraften 37-jährigen Lebensgefährten. Fünf Tage nach dem Hinweis saß das Paar in Untersuchungshaft, das Kind lebt seitdem in staatlicher Obhut.

Doch was die Ermittler in der Zwischenzeit aufdeckten, sprengte für viele der beteiligten Fahnder jeden Rahmen vergleichbarer Fälle. Die Mutter und ihr Freund sollen das Kind selbst bedroht, misshandelt und vergewaltigt haben. Zudem sollen sie den Buben über das Internet an andere Männer für Vergewaltigungen verkauft haben – und zum Teil selbst daran beteiligt gewesen sein.

Die Ermittler halten sich derzeit noch mit vielen Details zu dem Fall zurück. So wollte ein Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft sich nicht näher dazu äußern, ob die Inhaftierten bereits Geständnisse ablegten. “Sie machen teilweise Angaben”, sagte Oberstaatsanwalt Michael Mächtel. Was sie sagten, wollte er in diesem Stadium des Verfahrens aber nicht berichten.

Auch zu dem Milieu, in dem sich die Taten ereigneten, gibt es zunächst keine Angaben. Einen Vergleich mit dem Fall Pascal im Saarland weist ein an den Ermittlungen beteiligter Polizist allerdings zurück. Der mutmaßlich ermordete Bub ist seit 2001 verschwunden, er soll von verschiedenen Tätern im Hinterzimmer eines Lokals missbraucht worden sein.

Ein Prozess endete allerdings mit Freisprüchen, auch weil die Täter zum Teil als geistig minderbemittelt und alkoholkrank galten und sich die Vorwürfe nicht aufklären ließen. Dieser Fall bewege sich in einem ganz anderen Milieu, hieß es bei den Ermittlern nur knapp. Unter anderem wurde dabei auch auf den 49 Jahre alten Soldaten verwiesen – einen Mann in geordneten Verhältnissen.

Die Mutter und ihr Partner sollen das Kind über das Internet international zur Vergewaltigung angeboten und vermittelt haben. Neben einem Verdächtigen aus dem Großraum Freiburg soll es auch einen Schweizer und einen Spanier geben, die sich an dem Kind vergangen haben sollen.

Laut Staatsanwaltschaft Freiburg wurde der Schweizer aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Österreich festgenommen. Details waren zunächst unklar. Insgesamt sitzen sechs der Verdächtigen in Gewahrsam der Freiburger Staatsanwaltschaft. Zwei weitere Festnahmen gab es im Bereich der Staatsanwaltschaften Karlsruhe und Kiel.

Dass der grausame Fall ohne den anonymen Hinweis womöglich auch mit dem Tod des Buben hätte enden können, zeigt eine weitere Festnahme. Anfang Oktober, als das Kind längst in Sicherheit war, reiste aus Schleswig-Holstein ein Mann nach Karlsruhe, um sich das Kind vermitteln zu lassen. Der Mann hatte vorher auch Tötungsfantasien im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch geäußert.

Als er von verdeckten Ermittlern gefasst wurde, entdeckten diese auch einen Rucksack mit Fesselutensilien. Der Mann sitzt inzwischen als einer von insgesamt acht Tatverdächtigen in Untersuchungshaft.

Von: APA/ag.

Kommentare

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23 Kommentare auf "Deutsche Mutter verkaufte ihren Sohn an Pädophile"


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efeu
efeu
Tratscher
4 Tage 14 h

was muss der arme Junge alles miterlebt hom Für solche Fälle hätte ich keinen Pardon. die höchste Strafe

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
4 Tage 13 h

Absolut! Katastrofal, olle und v.a. die Muater soll richtig biaßen

Nathan
Nathan
Tratscher
4 Tage 15 h

Manche Menschen sollten einfach keine Kinder bekommen können.
Was für ein Frevel!

Staenkerer
4 Tage 11 h

jo! wenn man drun denkt wos kinderlose paarlen für a kind hergabn!
mir fahln de worte und kemmen die tränen wenn i an des gschundne büabl denk!
de monster solln olle zomm ….. dorf i nit schreibn!

stief
stief
Tratscher
4 Tage 14 h

Wenn i des lees stelln sich mir die Nackenhaare auf!

offnzirkus
offnzirkus
Tratscher
4 Tage 14 h

Was für ein drama. Der junge ist sein ganzes leben gezeichnet. Für solche barbarischen eltern darf es kein pardon geben.

eddiiiee
eddiiiee
Neuling
4 Tage 14 h

Unglaublich des orme Kind😯 so viel leid in so junge johr

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
4 Tage 1 h

Viel Kroft den Biabl

m. 323.
m. 323.
Superredner
4 Tage 13 h

Wahnsinn. wos es auf der Welt für Irre gib…solche gehören Lebenslang weggesperrt…zumindest freuen sich di Zellengenossen auf diese Typen….Kinderschänder sind sehr beliebt……

Leitwolf
Leitwolf
Grünschnabel
4 Tage 13 h

Mir fahln total die Worte, des isch so widerwärtig! Wia konn man an Kind so eppes untian? Kuane Strofe isch groass genua für de Leit, ausser, dass ihnen is gleiche ungetun werd!!!!

OrB
OrB
Superredner
4 Tage 13 h

Solche Typen gehören öffentlich ……!!

Septimus
Septimus
Superredner
4 Tage 11 h

Da blutet mir mein Vaterherz. Ich würde dieser Frau gerne den Stein aus der Brust reissen und ihrem Lebensgefährten sein Stück Scheibchenweise an Sch…..e verfűttern. Sorry für diese brutale Art, aber das ist das schlimmste, was einem Kind passieren kann, das die eigene Mutter so eine Bestie ist,und ihr Lebensgefährte…mir fehlen die Worte..:-(..

der Vinschger
der Vinschger
Tratscher
4 Tage 1 h

Na lei grausom, wia a Muater souwos zualossen konn

Staenkerer
4 Tage 11 h

der anonymen anrufer hat an dicken orden verdient! wenigstens oane/r von vielen hot nit weggschaug!

Oltvatrische
Oltvatrische
Tratscher
4 Tage 12 h

wie hot sich des ibo zwua johr hinziachn gikennt. isch der bui schuile gong. isch des in die mitschüler, lehrer, im sozialn umfeld net augfoll. traurig.

blabla
blabla
Neuling
4 Tage 11 h

Do fahln oan die Worte u sette Leit griagn Kindor.Wahnsinn..dei kearetn so richtig gepeinigt..Schweine

nobody
nobody
Tratscher
4 Tage 3 h

Wahnsinn.. ich bin geschockt. Das darf nicht wahr sein… Mutter verkauft IHR eigenes Kind an Pädophile? So was muss aufs höchste bestraft werden. Mir tut diesser junge Mensch unheimlich leid sein totales Leben , seine Zukunft ist zerstört..

Tottele
Tottele
Tratscher
4 Tage 1 h

Diese Eltern gehören ein Leben lang weggsperrt und die restlichen Schweine ebenso !
Ein Kind welches in so einem Alter so was grauenvolles durchlebt ist ein Leben lang geschädigt !

Mutti
Mutti
Tratscher
4 Tage 1 h

Do fahln oan die worte,und wenn man des lest griag man olle zuastände…Des isch so grausam und schrecklich…i hoff dei griagn die gerechte Strafe😡

rosenstock2017
rosenstock2017
Grünschnabel
4 Tage 3 h

Schlimmer als die Schweine

Multi
Multi
Neuling
4 Tage 3 h

Bin total gschockt, dass es soepes lei gebm konn. Dass sete leit lei mitn eigenen gewissn zurecht kemmen kennen isch brutal…

kaliope
kaliope
Neuling
4 Tage 1 h

Ich wünsche dem Kleinen das er noch irgendwie ein normales Leben führen kann und mit der Zeit so viel als möglich vergisst…..

Horizont
Horizont
Grünschnabel
4 Tage 1 h

was der Mensch wegen Geld alles imstande ist. grausam mit Mensch und Tiere umzugehen.

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