Vermisster Deutscher wurde tot gefunden

Deutscher Snowboarder im freien Skiraum in Tirol verunglückt

Montag, 22. Januar 2018 | 11:42 Uhr

Ein 39-jähriger Snowboarder aus Deutschland ist am Sonntag im Tiroler Skigebiet Hochzillertal im freien Skiraum tödlich verunglückt. Der Mann dürfte laut Polizei gegen 15.00 Uhr im Bereich einer Lifttrasse abgefahren und dabei kopfüber in eine Mulde im tiefschneereichen Gelände gestürzt sein. Der Wintersportler wurde dabei vermutlich vom nachrutschenden Schnee zur Gänze verschüttet.

Nachdem der Snowboarder nicht mehr erreichbar war, meldete seine Frau ihn als vermisst, teilten die Bergbahnen mit. Ein Suchaktion mit Bergrettung, Liftbediensteten und Alpinpolizei wurde gestartet. Gegen 3.00 Uhr wurde der 39-Jährige schließlich gefunden. Er konnte jedoch nur noch tot geborgen werden.

Nachdem eine Frau ihren Mann als vermisst gemeldet hatte, ist am Sonntag gegen 21.30 Uhr eine groß angelegte Suchaktion im Skigebiet Hochzillertal in Tirol gestartet worden. Gegen 2.00 Uhr fand der Suchtrupp schließlich den leblosen Körper des 39-jährigen Snowboarders aus Deutschland in einem Waldstück rund 70 Meter außerhalb der gesicherten Piste.

Mitglieder der Bergrettung Kaltenbach, der Bergbahnen und die Alpinpolizei waren im Einsatz. Die Ermittlungen zur Unfallursache waren noch im Gange, teilten die Bergbahnen Hochzillertal mit.

In der Slowakei wurden zwei polnische Ski-Touristen von einer Lawine verschüttet. Wie der Bergrettungsdienst HZS am Montag mitteilte, wurde einer der beiden noch rechtzeitig mit schweren Verletzungen gefunden. Der andere konnte unter eineinhalb Metern Schnee nur noch tot geborgen werden.

Das Unglück ereignete sich bereits am Sonntag im Skigebiet Ziarska dolina im Westen der Hohen Tatra. Der 26 Jahre alte Verunglückte ist der erste Lawinentote des Jahres 2018 in der Slowakei. Bergrettung und Wetterdienst hatten zuvor vor einer erhöhten Lawinengefahr in der Region gewarnt.

Trotz der widrigen Witterung und hohen Lawinengefahr haben sich am Sonntag auch im Land Salzburg mehrere Wintersportler ins freie Gelände gewagt und dann ohne Hilfe nicht mehr alleine ins Tal gefunden. Drei Mal mussten Helfer der Bergrettung deshalb ausrücken, um sie in Sicherheit zu bringen, berichtete die Landespolizeidirektion.

Im Skigebiet Dachstein West bei Rußbach (Tennengau) verließ ein 28-jähriger Deutscher am frühen Nachmittag die Piste und fuhr ins freie Gelände. Dabei geriet er in den sogenannten Neffgraben. Schließlich konnte er wegen der großen Neuschneemengen und der extremen Steilheit des Grabens nicht mehr weiter. Um 14.30 Uhr setze er deshalb einen Notruf ab. Er konnte dabei auch seine GPS-Koordinaten durchgeben. 15-Bergretter und zwei Polizisten kamen dem 28-Jährigen zu Hilfe. Wegen der großen Gefahr mussten sie ihn mit einem Seil nach oben bergen, ehe alle gesichert ins Tal konnten. Der Deutsche hatte keine Versicherung und wird nun wohl die Kosten der Bergung selbst zahlen müssen.

Ungefähr zur selben Zeit wurde auch die Bergrettung Golling (Tennengau) alarmiert: Zwei Tourengeher waren von der Mautstation auf den Trattberg gestiegen. Wegen des dichten Nebels, des starken Windes und des heftigen Schneefalls fuhren sie dann aber in die falsche Richtung ab. Als sie dies bemerkten, machten sie Halt und stiegen wieder zum Gipfel auf. Da sich die Lage aber nicht besserte, verständigten sie die Einsatzkräfte. Zehn Bergretter stiegen zum Gipfel auf und begleiteten die Tourengeher ins Tal.

Und in Sportgastein (Pongau) verpassten zwei Skifahrer am Nachmittag bei der Abfahrt S4-Mooskar die letzte Abzweigung zur Talstation und gerieten in umwegsames Gelände. Sie stiegen durch den Tiefschnee ab und gelangten zur unbewirtschafteten Naßfelderhütte, die etwa eineinhalb Kilometer von der Liftstation entfernt ist. Auch die beiden riefen via Handy um Hilfe. Bergretter und Alpinpolizisten brachten die Männer – ein 50-jähriger Niederländer und ein 54-jähriger Deutscher – zum Talanfang. Die Urlauber waren unverletzt, aber erschöpft und unterkühlt.

Von: apa