Polizeivizepräsident Uwe Stürmer und Oberstaatsanwalt Alexander Boger

Deutscher Supermarkt-Erpresser hat gestanden

Samstag, 30. September 2017 | 20:04 Uhr

Der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser hat die Vorwürfe gegen ihn gestanden. Außerdem habe er dem Haftrichter gesagt, dass er keine weiteren vergifteten Lebensmittel verteilt habe. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Samstagabend in Konstanz mit.

Gegen den 53-Jährigen aus dem Kreis Tübingen war Haftbefehl erlassen worden, er wurde bereits in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Der Vorwurf gegen den Verdächtigen lautet auf versuchte räuberische Erpressung.

Der Verdächtige war am Freitagnachmittag nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung in Ofterdingen im Landkreis Tübingen festgenommen worden, wie Staatsanwalt Alexander Boger auf einer Pressekonferenz in Konstanz ausführte. Hinweise auf einen oder mehrere mögliche Mittäter gebe es derzeit nicht.

In der Wohnung des Mannes seien Beweismittel wie restliche Giftmengen gefunden worden, außerdem habe er offenbar versucht, verdächtige Gegenstände verschwinden zu lassen, führten die Behörden aus.

Der Mann hatte in Geschäften in Friedrichshafen Babynahrung vergiftet und einen Millionenbetrag von Handelskonzernen gefordert. Er drohte damit, bei Nichtzahlung bundesweit Lebensmittel zu vergiften. Seine Drohungen hatten Mitte September mit einer E-Mail an Konzerne und die Polizei begonnen. Die Behörden fahndeten später öffentlich nach dem Gesuchten, auch in Österreich und der Schweiz.

Von: APA/ag.