Waldbrand tobt in Südbrandenburg

Dörfer evakuiert wegen Waldbrandes 50 Kilometer vor Berlin

Donnerstag, 23. August 2018 | 22:16 Uhr

Rund 50 Kilometer vor der Stadtgrenze von Berlin breitet sich ein Waldbrand in Brandenburg rasant aus – drei Dörfer mit Hunderten Bewohnern wurden am Donnerstagabend evakuiert. Am Abend brannte bereits eine Fläche so groß wie 400 Fußballfelder. Betroffen ist ein Gebiet südlich von Potsdam.

Die größte Stelle, die brennt, ist laut den Einsatzkräften einen Kilometer breit und drei Kilometer lang. Die Gefahrenabwehrbehörde der Stadt Treuenbrietzen bat “die Bevölkerung in den Orten Tiefenbrunnen und Klausdorf ihre Häuser zu verlassen und den Anweisungen der örtlichen Kräfte zu folgen”.

Ein Sprecher der brandenburgischen Polizeidirektion West sagte, auch in Frohnsdorf müssten die Menschen aus ihren Häusern. Ob weitere Orte im Laufe des Abends und der Nacht hinzukommen könnten, konnte er noch nicht sagen. Das auf 300 Hektar geschätzte Feuer sei teilweise 100 Meter von Orten entfernt, hieß es. Von den Evakuierungen betroffen waren am Abend insgesamt rund 600 Menschen.

Die Menschen sollten nur das Wichtigste mitnehmen wie Dokumente oder Medikamente, hieß es. Anrainer wurden außerdem gebeten, Fenster und Türen wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Die Rauchsäule sei 10 Kilometer weit zu sehen, sagte der Sprecher. Die Feuerwehr versuche, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Wetter helfe dabei bisher nicht. “Es wäre schön, wenn es regnet.”

Der Brand hatte sich am Nachmittag schnell ausgebreitet. Weil der Boden mit Munition belastet ist, sind die Löscharbeiten besonders schwierig. Die Feuerwehr war mit 600 Einsatzkräften vor Ort, auch 60 Polizisten sicherten die evakuierten Orte.

Von: APA/dpa