Schütze starb bei Schusswechsel mit der Polizei

Drei Tote bei Schießerei in slowenischem Krankenhaus

Dienstag, 23. August 2016 | 10:55 Uhr

In Slowenien sind am Montag bei einer Schießerei in einem Krankenhaus drei Menschen gestorben. Ein 70-jähriger Mann hat laut Medienberichten im Spital in der Küstenstadt Izola einen Arzt und einen Polizeibeamten erschossen. Der Schütze kam danach bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben.

Der 70-Jährige sei schon mit der Absicht ins Krankenhaus gekommen, einen ganz bestimmten Arzt anzugreifen, sagte Polizeichef Marjan Fank im slowenischen Fernsehen. Er soll ein Patient des getöteten Urologen gewesen sein. Laut Augenzeugen hatte er am Nachmittag im Spital nach dem Arzt gesucht. Als er ihm auf dem Gang begegnete, eröffnete er mit seiner Pistole das Feuer.

Der Arzt wurde von mehreren Schüssen am Brustkorb und am Kopf getroffen. Trotz einer Notoperation konnte der 36-jährige Mediziner nicht gerettet werden, er starb am Abend.

Der 70-Jährige verletzte danach auch einen Polizeibeamten tödlich, der sich zufällig im Krankenhaus aufgehalten und auf die Schüsse reagiert hatte. Der 43-jährige Polizist wurde laut Augenzeugen zuerst in den Rücken getroffen. Er habe versuchte, sich mit seiner Dienstwaffe zu wehren, doch der Mann soll weiter auf den verletzten Beamten gefeuert haben.

Der Schütze, der laut Augenzeugen mit Hilfe einer Krücke ging, hat daraufhin das Gebäude verlassen und ist noch eine Weile auf einer Bank gesessen. Als er versuchte, mit seinem Wagen wegzufahren, wurde er von der Polizei gestoppt. Er eröffnete erneut das Feuer und schoss einem weiteren Polizeibeamten in die Brust.

Es folgte ein Schusswechsel mit der Polizei, der für den Täter tödlich endete. Vorerst war unklar, ob der Schütze durch Schüsse aus einer Dienstwaffe getötet wurde oder Selbstmord begangen hat.

Der schwerverletzte 46-jährige Polizist wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Ljubljana gebracht. Nach einer Notoperation wurde sein Zustand am Dienstag als stabil bezeichnet.

Der 70-jährige Schütze war laut Medienberichten polizeibekannt. Vor mehr als zehn Jahren soll er zwei Raubüberfälle verübt haben, weswegen er auch hinter Gittern saß. In seinem Wohnort in der Nähe von Koper galt er als ein Außenseiter, jedoch nicht als gewalttätig. In den 1970er-Jahren war der Mann Reservepolizist gewesen. Für die Pistole hatte er laut Polizei keinen Waffenschein.

In einem Berliner Krankenhaus hatte am 26. Juli ein 72 Jahre alter Patient seinen Arzt erschossen und sich anschließend selbst getötet. Der 55-jährige Kieferorthopäde wurde von mehreren Schüssen getroffen und konnte trotz einer Notoperation nicht gerettet werden.

Von: apa

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