Der Glockner birgt viele Gefahren

Dreierseilschaft überlebte 200-Meter-Absturz am Großglockner

Donnerstag, 03. August 2017 | 10:10 Uhr

Eine Dreierseilschaft ist am Mittwoch am Großglockner in Osttirol rund 200 Meter über steiles Gelände abgestürzt. Nach Angaben der Polizei erlitten die polnischen Alpinisten lediglich leichte Verletzungen. Sie wurden von Bergrettern erstversorgt, ehe ein Rettungshubschrauber die Männer barg. Auch andere Bergunfälle im Bundesgebiet endeten glimpflich.

Die drei Bergsteiger im Alter von 36 bis 39 Jahren waren beim Abstieg im Bereich des Eisleitl verunglückt. Einer aus dem Trio rutschte aus und konnte von seinen Kameraden nicht mehr gehalten werden. Ein Augenzeuge setzte unmittelbar nach dem Absturz die Rettungskette in Gang.

In der Steiermark musste die Bergrettung ausrücken, um einen Wanderer zu retten, der sich bei einem Sturz am Fuß verletzt hatte und nicht mehr weiter konnte. Weil der Rettungshubschrauber wegen eines Gewitters nicht starten konnte, machten sich die Bergretter von Neuberg und Mariazllerland zu Fuß auf den Weg. Der 68-Jährige wurde auf einer Trage zu einer Alm gebracht, wo eine Ambulanz wartete.

Glück im Unglück hatte eine 92-jährige Wanderin in Saalbach-Hinterglemm. Die deutsche Staatsbürgerin wollte wegen eines aufziehenden Gewitters so schnell wie möglich von der Forsthofalm ins Tal absteigen, hat sich dabei aber verstiegen. Die Frau wurde vom Team eines Rettungshubschraubers aus einem unwegsamen Graben geborgen.

In Kärnten musste ein 79 Jahre alter Urlauber aus Hannover die Nacht auf Donnerstag unfreiwillig im Freien verbringen. Er war am Mittwochvormittag in Mallnitz zu einer Wanderung aufgebrochen. Als er gegen 22.00 Uhr noch immer nicht zurück in seiner Unterkunft war, leitete die Bergrettung eine Suchaktion ein. Diese wurde gegen 1.30 Uhr erfolglos abgebrochen.

Am Donnerstag machten sich die Bergretter erneut auf die Suche nach dem Pensionisten. Kurz vor 7.00 Uhr fanden sie den Mann schließlich oberhalb des sogenannten Waldmann-Grabens. Er war erschöpft aber unverletzt.

Von: apa