Polizei und Wintersportler auf einer Skipiste

Dutzende Anzeigen nach dem Beherbergungsverbot in Salzburg

Sonntag, 14. Februar 2021 | 16:30 Uhr

Die Polizei und die Gesundheitsbehörden haben in den vergangenen Tagen bei Schwerpunkt-Kontrollen in zwei Salzburger Tourismusbezirken eine Reihe von Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen festgestellt. Bei insgesamt 248 Überprüfungen im Pongau und im Pinzgau wurden 52 Anzeigen erstattet, informierte das Land am Sonntag – die meisten davon aufgrund des Beherbergungsverbotes. Auf den Pisten und beim Anstellen an den Liften seien hingegen keine Übertretungen bemerkt worden.

Die Abstände und das Tragen von FFP2-Masken seien dort problemlos befolgt worden, hieß es. “Die mediale Berichterstattung und die Bewusstseinsbildung innerhalb der Bevölkerung haben offenbar Wirkung gezeigt”, erklärten die beiden Bezirkshauptmänner in der Aussendung des Landes. Kontrolliert wurde auch die Einhaltung der Quarantäne von infizierten Personen und Kontaktpersonen der Kategorie 1 – auch hier seien alle Absonderungsbescheide befolgt worden.

Die meisten Verstöße dürften demnach auf Zweitwohnsitze oder die Vermietung von Quartieren und Ferienwohnungen über Online-Plattformen gefallen sein. “Manche Menschen zeigten sich erfinderisch und wichen teilweise auf entlegene Hütten aus, aber dank unserer Mitarbeiter und der Polizei konnten wir zahlreiche Fälle aufdecken und zur Anzeige bringen”, erklärten die beiden Bezirkshauptleute. In den Gastronomie- und Hotelleriebetrieben seien hingegen nur vereinzelt Übertretungen festgestellt werden.

Im Pongau fanden zwischen Donnerstag und Sonntag 109 Kontrollen statt, die zu 38 Anzeigen führten, 25 davon im Gasteinertal. Im Pinzgau waren die Behörden am Samstag und Sonntag aktiv. 139 Kontrollen hatten 14 Strafanzeigen zur Folge. Eine genaue Aufschlüsselung, wie sich die Zahl der Überprüfungen auf Tourismusbetriebe, Quartiere, Skigebiete und Absonderungsbescheide aufgeteilt hat, lag am Sonntagnachmittag nicht vor.

Von: apa