Viele Menschen stehen vor dem Nichts

Dutzende Tote nach Sturzflut und Erdrutschen in Indonesien

Sonntag, 17. März 2019 | 17:37 Uhr

Bei Sturzfluten in der indonesischen Provinz Papua sind laut Polizei mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 74 weitere wurden verletzt, wie ein Katastrophenschutz-Sprecher am Sonntag mitteilte. Nach heftigem Regen seien am Samstag mehrere Dörfer in der Region der Provinzhauptstadt Jayapura von den Wassermassen überschwemmt worden. Die Rettungsarbeiten dauerten zunächst noch an.

Es war auch zu Erdrutschen gekommen. Das genaue Ausmaß der Schäden war am Sonntag noch unklar. Die meisten Leichen seien unter den Trümmern beschädigter Häuser gefunden worden, sagte Muhammad Aidi, ein Sprecher der Polizei in Papua. “Der Regen hat zu flutartigen Überschwemmungen geführt, die Schlammlawinen, Baumstämme und andere Materialien aus dem Cyclops-Gebirge runter ins Tal gespült haben.” Auf dem Weg ins Tal hätten Wasser und Schlamm zahlreiche Häuser beschädigt.

Dutzende Menschen wurden verletzt, mehr als 4.000 Menschen in Sicherheit gebracht. In der besonders schwer betroffenen Stadt Sentani kamen viele Verletzte und Evakuierte zunächst in Zelten unter. Zahlreiche Gebäude waren dort zerstört oder beschädigt.

Zwar seien die Fluten inzwischen weitgehend zurückgewichen, weil das Wasser in den Sentani-See am Fuße der Gebirgskette abgeflossen sei. Aber die Schlammlawinen versperrten weiter die Hauptverkehrsachse der an Papua-Neuguinea grenzenden Provinz, erklärte der Polizeisprecher.

Erst im Jänner waren während der Regenzeit in Indonesien mindestens 30 Menschen von Erdrutschen und Überschwemmungen getötet worden. Der Monsun dauert in den meisten Regionen des Landes von Oktober bis April. Erdrutsche und Überschwemmungen sind in dieser Zeit keine Seltenheit.

Von: APA/dpa

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